Sud, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Sud(e)s · Nominativ Plural: Sude
Aussprache
Wortbildung mit ›Sud‹ als Erstglied: ↗Sudhaus · ↗Sudpfanne  ·  mit ›Sud‹ als Letztglied: ↗Absud · ↗Biersud · ↗Bratensud · ↗Fischsud · ↗Hopfensud · ↗Kaffeesud
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Flüssigkeit, in der etw. gekocht wird, Flüssigkeit, die nach Beendigung des Kochens, Bratens zurückbleibt
Beispiele:
Fleisch in den kochenden Sud einlegen
das Hähnchen aus dem Sud nehmen
den Sud einkochen lassen
den Sud mit saurer Sahne verkochen, mit Mehl zu einer Soße andicken
2.
fachsprachlich durch Kochen entstandene Lösung, Abkochung
Beispiel:
[er] rührt bedächtig im schwarzen Sud (= Kaffee) [Tageszeitung1971]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sud · Absud
Sud m. ‘das Sieden, dadurch entstandene zurückbleibende Brühe, Extrakt’, mhd. sut ‘das Sieden, Kochen, das Gekochte, Gebraute’, aengl. (ge)sod ‘das Kochen’, syde ‘das Gekochte, Brühe’, anord. soð ‘Gekochtes’ sind Bildungen zu dem unter ↗sieden (s. d.) angegebenen ie. *seut-, zu dem auch die unter ↗Sodbrennen (s. d.) verzeichneten Formen gehören. Geläufig ist Sud seit dem 15. Jh., anfänglich auch mit Umlaut Süd (15./16. Jh.). Absud m. ‘durch Sieden gewonnener Extrakt’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Bratensud · ↗Fleischsaft · ↗Fond · Sud
Assoziationen
Synonymgruppe
Absud · ↗Aufguss · ↗Auszug · ↗Dekokt · ↗Destillat · ↗Essenz · ↗Extrakt · ↗Infus · ↗Konzentrat · ↗Mazerat · ↗Perkolat · Sud · ↗Tinktur
Unterbegriffe
  • Ayahuasca · Cipó · Daime · Hoasca · Natem · Yagé · Yajé

Typische Verbindungen
computergeneriert

Birne Blatt Bohne Essig Kalbstafelspitz Liter Sieb Zwiebel ansetzen brauen braun brodelnd gießen heiß kochen kochend orientalisch rühren schwimmen trinken würzig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sud‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Darüber gieße ich den Sud und stelle nach zehn Minuten fest, dass ich viel zu wenig gekocht habe.
Die Zeit, 02.08.2006, Nr. 32
Je länger diese im heißen Sud lagern, desto intensiver wird die Farbe.
Süddeutsche Zeitung, 13.04.1995
Der Fisch darf dabei nur zu einem Drittel mit Sud bedeckt sein.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 109
Daß sie es taten und daß es im Dorf sogar einen warmen Sud zu essen gab, erschien wie die Verheißung eines Endes des Elends.
Schlink, Bernhard: Der Vorleser, Zürich: Diogenes 1995, S. 109
Als man den Sud abgelassen hatte, fand der erboste Braumeister die Überreste seines Hundes in der Braupfanne.
Röhrich, Lutz: Hund. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 28937
Zitationshilfe
„Sud“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sud>, abgerufen am 16.09.2019.

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