Sudel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungSu-del (computergeneriert)
DWDS-Minimalartikel, 2015

Bedeutung

landschaftlich
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sudel · Sutte · Sutter · sudeln · Sudelei
Sudel m. ‘Morast, Pfütze, Schmutz, Unflat, Jauche’, mhd. sudel ‘Pfütze’, gebildet mit l-Suffix neben Sutte f. ‘Pfütze, Pfuhl’, mhd. sut(t)e, mnd. südde ‘Morast, sumpfige Wiese’, aengl. (ge)syd ‘Pfuhl, in dem sich die Schweine wälzen’, auch (in den Mundarten verbreitet) Sutter m. ‘Sumpf, schmierige Masse, Eiter, eingedickter Tabaksaft in der Pfeife, Jauchenbrühe’, zu einer Dentalerweiterung der unter ↗saufen, ↗saugen, ↗suhlen (s. d.) angeführten Wurzel ie. *seu-, *sū- für ‘etw. Feuchtes’, verbal ‘tropfen lassen, schlürfen, saugen’. Von Sudel abgeleitet sudeln Vb. ‘(sich) beschmutzen, schmieren, schmutzige Arbeit verrichten, unsauber arbeiten’ (sudelen 15. Jh.). Sudelei f. ‘Schmutz, unsaubere Arbeit’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gülle · ↗Jauche  ●  Bschütti  ugs., alemannisch · ↗Flüssigmist  fachspr. · Odl  ugs., bair. · ↗Puddel  ugs., hessisch · Schwemmmist  fachspr. · Sudel  ugs., regional
Assoziationen

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Zeiten ändern sich, das Hudeln und Sudeln hält an.
Die Zeit, 04.04.2013, Nr. 14
Zitationshilfe
„Sudel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sudel>, abgerufen am 23.10.2019.

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