Sudelei, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Su-de-lei
Wortzerlegung  sudeln -ei
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sudel · Sutte · Sutter · sudeln · Sudelei
Sudel m. ‘Morast, Pfütze, Schmutz, Unflat, Jauche’, mhd. sudel ‘Pfütze’, gebildet mit l-Suffix neben Sutte f. ‘Pfütze, Pfuhl’, mhd. sut(t)e, mnd. südde ‘Morast, sumpfige Wiese’, aengl. (ge)syd ‘Pfuhl, in dem sich die Schweine wälzen’, auch (in den Mundarten verbreitet) Sutter m. ‘Sumpf, schmierige Masse, Eiter, eingedickter Tabaksaft in der Pfeife, Jauchenbrühe’, zu einer Dentalerweiterung der unter saufen, saugen, suhlen (s. d.) angeführten Wurzel ie. *seu-, *sū- für ‘etw. Feuchtes’, verbal ‘tropfen lassen, schlürfen, saugen’. Von Sudel abgeleitet sudeln Vb. ‘(sich) beschmutzen, schmieren, schmutzige Arbeit verrichten, unsauber arbeiten’ (sudelen 15. Jh.). Sudelei f. ‘Schmutz, unsaubere Arbeit’ (16. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›Sudelei‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Oder man hat ganz einfach seinen Spaß gehabt an der königlichen Sudelei.
Süddeutsche Zeitung, 02.01.1999
Daß er nicht erst durch die Empörung über die jüngsten antisemitischen Sudeleien ausgelöst wurde, ist schon durch die Daten der entsprechenden Anordnungen leicht nachweisbar.
Die Zeit, 18.01.1960, Nr. 03
Zitationshilfe
„Sudelei“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sudelei>, abgerufen am 06.12.2021.

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