Sultan, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Sultans · Nominativ Plural: Sultane
Aussprache
WorttrennungSul-tan (computergeneriert)
HerkunftArabisch
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
a)
Titel islamischer Herrscher
b)
Träger des Titels Sultan
2.
türkischer Teppich aus stark glänzender Wolle
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sultan · Sultanine
Sultan m. ‘islamischer Herrscher’, Entlehnung (1. Hälfte 16. Jh. während der Türkenkriege) als Bezeichnung für den Herrscher des türkischen Osmanenreiches, vielleicht durch Vermittlung von gleichbed. mfrz. frz. sultan, von arab. sulṭān ‘Herrschaft, Herrscher’. Voraus geht mhd. soldān für einen heidnischen Herrscher, den Gegner der christlichen Kreuzfahrer (vgl. mhd. soldān von Babilōnie, von Baldac), nhd. Soldan (bis ins 18. Jh.), entlehnt aus (ebenfalls auf dem Arab. beruhenden) aprov. so(l)dan, afrz. soudan bzw. ital. soldano. Sultanine f. große kernlose Rosine (Anfang 20. Jh., älter Sultaninrosine, 19. Jh.), d. h. wohl ‘edle, fürstliche Rosine’ für eine zunächst aus Kleinasien eingeführte Sorte; zuvor ‘Frau des Sultans’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Sultan [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abdankung Absetzung Audienz Emir Geheiß Großwesir Harem Haremsdame Kalif Kotzbrocken Leibarzt Lieblingsfrau Maharadscha Majestät Mausoleum Osmane Padischah Palast Pascha Sattel Scheich Serail Siegel Untertan Wesir abgesetzt begnadigen omanisch osmanisch türkisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Sultan‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es gelingt ihm, den türkischen Sultan genau dazu zu bewegen.
Der Tagesspiegel, 12.03.2000
Die Queen darf danach kein Gelb tragen - das darf nur der Sultan.
Bild, 24.07.1998
Vielleicht hat der Sultan dir wirklich gratuliert und weiß es gar nicht.
Hilsenrath, Edgar: Das Märchen vom letzten Gedanken, München: Piper 1989, S. 297
Ohne dieses Stück Papier hat der Untertan des Sultans theoretisch nicht einmal das Recht, sich von einem Dorf in das andere zu begeben.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 20
Da neigte sie mit trübem Lächeln den Kopf und schritt hinter ihrem Sultan hinaus.
Bergg, Franz: Ein Proletarierleben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 8926
Zitationshilfe
„Sultan“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Sultan>, abgerufen am 26.04.2019.

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