Suppe, die
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Suppe · Nominativ Plural: Suppen
Aussprache
WorttrennungSup-pe (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Suppe‹ als Erstglied: ↗Suppeneinlage · ↗Suppenextrakt · ↗Suppenfleisch · ↗Suppenhuhn · ↗Suppenkasper · ↗Suppenkelle · ↗Suppenknochen · ↗Suppenkraut · ↗Suppenlöffel · ↗Suppenschildkröte · ↗Suppenschüssel · ↗Suppenspargel · ↗Suppenteller · ↗Suppenterrine · ↗Suppenwürfel · ↗Suppenwürze · ↗Süppchen
 ·  mit ›Suppe‹ als Letztglied: ↗Abendsuppe · ↗Bettelsuppe · ↗Biersuppe · ↗Brennsuppe · ↗Brotsuppe · ↗Brühsuppe · ↗Buchstabensuppe · ↗Dosensuppe · ↗Erbsensuppe · ↗Erbssuppe · ↗Frittatensuppe · ↗Gemüsesuppe · ↗Hochzeitssuppe · ↗Holunderbeersuppe · ↗Holundersuppe · ↗Instantsuppe · ↗Kartoffelsuppe · ↗Krankensuppe · ↗Mehlsuppe · ↗Milchsuppe · ↗Morgensuppe · ↗Nudelsuppe · ↗Paradeissuppe · ↗Schildkrötensuppe · ↗Schleimsuppe · ↗Spargelsuppe · ↗Tomatensuppe · ↗Ursuppe · ↗Vorsuppe · ↗Wassersuppe · ↗Wochensuppe · ↗Würfelsuppe · ↗Zwiebelsuppe
eWDG, 1976

Bedeutung

flüssige Speise, oft mit beigegebenen festen Bestandteilen, die meist mit einem großen Löffel gegessen wird
Beispiele:
eine (mit Mehl) gebundene, klare, kräftige, dicke, dünne, sämige, legierte, süße, pikante, heiße Suppe
eine Suppe mit Einlage
beeil dich, sonst wird deine Suppe kalt!
ein Teller, eine Schüssel Suppe
ein Schlag Suppe salopp
eine Suppe ansetzen, kochen, würzen, abschmecken, salzen
die Suppe auftragen, servieren
die Suppe auftun umgangssprachlich
seine Suppe (aus)essen, (aus)löffeln, (laut) schlürfen
er hörte auf zu essen, als er ein Haar, eine Fliege in seiner Suppe gefunden hatte
bildlich
Beispiel:
der Schnee auf den Straßen war zu einer schwarzen Suppe zusammengeschmolzen abwertend
übertragen
Beispiele:
bei dieser (dicken) Suppe (= bei diesem starken Nebel) würde ich meinen Wagen zu Hause lassen salopp
jmdm. eine (schöne) Suppe anrühren (= jmdm. Unannehmlichkeiten verursachen, Schwierigkeiten bereiten)
jmdm. eine (schöne) Suppe einbrocken (= jmdm. Unannehmlichkeiten verursachen, Schwierigkeiten bereiten) umgangssprachlich
wir mussten die Suppe auslöffeln (= wir mußten die Folgen eines törichten, unüberlegten oder boshaften Tuns tragen)
da hat er sich [Dativ] eine schöne Suppe eingebrockt (= da hat er sich selbst in eine schwierige Lage gebracht)
jmdm. die Suppe versalzen (= jmds. Absichten, Pläne durchkreuzen, zunichte machen) salopp
ein Haar in der Suppe finden (= an einer Sache etw. auszusetzen haben)
jmdm. in die Suppe spucken (= jmds. Vorhaben, Pläne durchkreuzen) (= jmdm. dreinreden) salopp
jmdm. nicht das Salz zur Suppe (= nichts) gönnen
er ist uns in die Suppe gefallen (= er besuchte uns, als wir gerade aßen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Suppe f. ‘flüssige, zu löffelnde Speise’. Bereits im 14. Jh. treffen mnd. md. soppe, suppe und aus afrz. sope, soupe ‘eingetunkte Brotschnitte, Brühe mit eingeweichtem Brot’ (das seinerseits wie schon spätlat. suppa ‘eingetunkte Brotschnitte’ aus dem Germ. stammt, s. ↗Souper) entlehntes obd. suppe aufeinander und verbreiten sich rasch über das gesamte dt. Sprachgebiet. Auszugehen ist von mnd. soppe, suppe ‘eingeweichtes Brot, Brühe, Brei, Soße’, mnl. soppe, sop ‘eingeweichtes Brot’, nl. sop, aengl. sopp ‘eingetauchter Bissen’, engl. (mundartlich) sop. Daneben stehen ahd. gisopho ‘gebrühter Getreideabfall’ (um 800), suphila ‘schlürfbares Brühchen, Süppchen’ (9. Jh.), ablautend souf ‘Brühe’ (9. Jh.). Vergleichbar sind ferner anord. saup ‘Buttermilch’, sopi ‘Schluck’ und die Verben got. supōn, ahd. soffōn ‘würzen’, eigentl. ‘in gewürzte Brühe eintauchen’ (um 800), mnl. nl. soppen ‘Brot in Flüssigkeit eintunken’, aengl. soppian, engl. to sop wie auch mhd. supfen ‘schlürfen, trinken’, so daß für Suppe von einer Bedeutung ‘Schlürfspeise bzw. schlürfend gegessene eingetunkte Schnitte’ auszugehen ist. Alle genannten Formen lassen sich mit dem unter ↗saufen (s. d.) dargestellten Verb an die dort genannte Labialerweiterung der lautmalenden Wurzel ie. *seu-, *sū- ‘tropfen lassen, schlürfen, saugen’ anschließen. Vgl. die Wendungen jmdm. die Suppe versalzen ‘eine Sache verderben, einen Plan durchkreuzen’ (16. Jh.), ein Haar in jeglicher, in der Suppe finden ‘eine negative Seite an etw. entdecken’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Dampf · ↗Dunst · ↗Nebel · ↗Nebelschleier · ↗Nebelschwaden · ↗Schleier · ↗Trübung · ↗Vernebelung  ●  ↗(eine richtige) Waschküche  ugs., fig. · ↗Brühe  ugs., fig.
Oberbegriffe
Assoziationen
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Brühe  ●  ↗(klare) Suppe  österr. · ↗Bouillon  schweiz.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Braten Brot Desserts Eintöpfe Fettaugen Gemüse Haar Hauptgang Hauptgericht Löffel Nachspeisen Salate Salz Saucen Soßen Teller Vorspeisen auslöffeln dünne eingebrockt essen heiße kochen löffeln schlürfen serviert spucken versalzen versalzene warme

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Suppe‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Serviert wird die Suppe am besten so heiß wie möglich.
Die Welt, 09.01.2003
Die Suppe, die ich einbrocke, brauche ich womöglich nicht mehr auszulöffeln.
Der Tagesspiegel, 27.04.2002
Es ist dann nicht alles nur eine große Suppe neue Musik.
Der Spiegel, 06.03.1989
Die Suppe läßt sich durch Abziehen mit Eigelb noch verfeinern.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 38
Sie kamen nicht über den ersten Löffel dieser Suppe hinaus.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 277
Zitationshilfe
„Suppe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Suppe>, abgerufen am 21.11.2017.

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