Symbolik, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Symbolik · Nominativ Plural: Symboliken · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungSym-bo-lik
HerkunftGriechisch
Wortzerlegungsymbolisch-ik
Wortbildung mit ›Symbolik‹ als Letztglied: ↗Farbensymbolik · ↗Lautsymbolik · ↗Zahlensymbolik
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
sinnbildliche Bedeutung, Darstellung
Beispiel:
die Symbolik von Hammer und Sichel
2.
Verwendung von Sinnbildern
Beispiel:
die Rolle der Symbolik in der Literatur
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Symbol · symbolisch · Symbolik · symbolisieren
Symbol n. ‘Zeichen, Merkmal’, besonders eine optische oder akustische Darstellung, die einen bestimmten abstrakten Sinn oder Wert mitteilt, ‘Sinnbild’, entlehnt (15. Jh.) aus lat. symbolum, griech. sýmbolon (σύμβολον) ‘Merkmal, Kenn-, Wahrzeichen’, einer Bildung zu griech. symbállein (συμβάλλειν) ‘zusammenwerfen, -legen, -fügen’. Griech. sýmbolon ist ursprünglich das Anfügestück (‘was zusammengelegt werden muß’), das gebrochene und daher aus zwei Teilen bestehende Zeichen (Ring, Scherbe u. dgl.), durch dessen Zusammenfügen sich die Besitzer wiedererkennen. symbolisch Adj. ‘als Sinnbild für etw. stehend, ein Sinnbild darstellend’ (17. Jh.), lat. symbolicus, griech. symbolikós (συμβολικός) ‘sinnbildlich, figürlich’. Symbolik f. ‘sinnbildlicher Gehalt, sinnbildliche Bedeutung, Darstellung, Erklärung der Sinnbilder’ (18. Jh.). symbolisieren Vb. ‘durch ein Sinnbild darstellen’, um 1800 im Anschluß an gleichbed. frz. symboliser in Gebrauch kommend (mlat. symbolizare), zuvor (Ende 17. Jh.) vereinzelt symbolizirt Part. Prät. als latinisierende Bildung.

Thesaurus

Synonymgruppe
Symbolgehalt · Symbolik · symbolische Bedeutung · tiefere Bedeutung
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Allegorie Gehabe Gespür Kirchengebäude Metaphorik Mystik Mythologie Ornamentik archetypisch aufdringlich bedeutungsschwer christlich entbehren erotisch heidnisch heraldisch hintergründig mythologisch phallisch plakativ platt plump religiös russellsch verborgen vielschichtig vordergründig überdeutlich überfrachten überladen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Symbolik‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Keine Symbolik ist so von Generation zu Generation gereift wie die Symbolik der Religion.
Die Welt, 20.12.2005
Mit Politik habe sie ohnehin "gar nichts" zu tun, mit Symbolik auch nicht.
Der Tagesspiegel, 23.08.2000
Es geht also nicht um die Symbolik des Hornes als solche.
Röhrich, Lutz: Horn. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 20439
Daß das Variieren nicht Spiel der Technik bleibt, dazu verhilft die Symbolik.
Preußner, Eberhard u. Briner, Andres: Hindemith. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1957], S. 25824
Und hier nun würde sich die Symbolik des Fallens eröffnen.
Klages, Ludwig: Der Geist als Widersacher der Seele, 3. Band, Teil 1: Die Lehre von der Wirklichkeit der Bilder, Leipzig: Barth 1932, S. 6231
Zitationshilfe
„Symbolik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Symbolik>, abgerufen am 19.11.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Symbolhaftigkeit
symbolhaft
Symbolgehalt
Symbolfigur
Symbolcharakter
Symbolisation
symbolisch
symbolisieren
Symbolisierung
Symbolismus