Symmetrie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Symmetrie · Nominativ Plural: Symmetrien
Aussprache
WorttrennungSym-me-trie · Sym-met-rie
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Symmetrie‹ als Erstglied: ↗Symmetrieachse · ↗Symmetrieebene · ↗symmetrisch
 ·  mit ›Symmetrie‹ als Letztglied: ↗Achsensymmetrie · ↗Asymmetrie · ↗Crossingsymmetrie · ↗Radialsymmetrie · ↗Spiegelsymmetrie · ↗Supersymmetrie
eWDG, 1976

Bedeutung

spiegelbildliche Gleichheit, völlige Übereinstimmung der beiden Hälften, in die ein räumliches oder ebenes Gebilde durch eine (gedachte oder vorhandene) Mittellinie getrennt worden ist
Gegenwort zu Asymmetrie
Beispiele:
die Symmetrie zweier geometrischer Figuren
die Rolle der Symmetrie in der Baukunst
übertragen Gleichmaß, Harmonie
Beispiel:
das Pflanzenreich [ist] voller Symmetrie und Gesetz und überquellend an Schönheit [WiechertEinfaches Leben126]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Symmetrie · symmetrisch
Symmetrie f. ‘Ebenmaß, spiegelbildliche Gleichheit’, entlehnt (1. Hälfte 16. Jh.) aus lat. symmetria, griech. symmetría (συμμετρία) ‘Eben-, Gleichmaß, richtiges Verhältnis’; zu griech. sýmmetros (σύμμετρος) ‘gemeinschaftliches Maß habend, im Maß zueinander passend, angemessen, verhältnis-, gleichmäßig’, vgl. griech. métron (μέτρον) ‘das rechte, volle Maß, Ziel, Länge, Größe, Silben- oder Versmaß’ (s. ↗Metrum). Dem Gebrauch des römischen Baumeisters Vitruv folgend, Ausdruck der bildenden Kunst, besonders der Architektur im Sinne einer ‘harmonischen Übereinstimmung der einzelnen Teile eines Ganzen’, dann der ‘gleichmäßigen, harmonischen Anordnung zweier oder mehrerer Gegenstände oder Teile im Hinblick auf eine (gedachte) gemeinsame Mittellinie, spiegelbildliche Deckungsgleichheit’ (18. Jh.); in neuerer Zeit übertragen für ‘Gleichgewicht, Ausgleich’. symmetrisch Adj. ‘ebenmäßig, in gleichförmiger Anordnung stehend, ausgewogen, proportioniert, harmonisch, spiegelgleich’ (vereinzelt seit Mitte 16. Jh., häufiger seit Anfang 18. Jh.).

Thesaurus

Mathematik
Synonymgruppe
Gleichmaß · ↗Gleichmäßigkeit · ↗Gleichseitigkeit · ↗Spiegelbildlichkeit  ●  Symmetrie  griechisch
Unterbegriffe
  • Drehsymmetrie · Radiärsymmetrie
Assoziationen
Antonyme

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abweichung Achse Analogie Antimaterie Asymmetrie Ausgewogenheit Axialität Brechung Geometrie Harmonie Kristall Materie Naturgesetz Proportion Regelmäßigkeit Spiegelung Wiederholung axial barock bilateral fünffach gebrochen gewahren perfekt sozial starr streng verborgen vollkommen wahren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Symmetrie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Beide Male kann man sich an der Schönheit der perfekten Symmetrie berauschen.
Süddeutsche Zeitung, 20.02.2002
Dann sieht es wie Absicht aus und stellt Symmetrie her!
Der Tagesspiegel, 07.08.2000
Als Symmetrie ist sie ein in sich selbst zurücklaufendes Problem.
Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 169
Doch konnte er sich über solchen Mangel an Symmetrie sehr ereifern.
Richter, Alfred: Aus Leipzigs musikalischer Glanzzeit, Erinnerungen eines Musikers. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 43871
Trotz dieses Mangels an Symmetrie war das Gesicht nicht ohne Reiz.
Meisel-Hess, Grete: Die Intellektuellen. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 10964
Zitationshilfe
„Symmetrie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Symmetrie>, abgerufen am 21.02.2019.

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