Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Synagoge, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Synagoge · Nominativ Plural: Synagogen
Aussprache 
Worttrennung Sy-na-go-ge · Syn-ago-ge
Wortbildung  mit ›Synagoge‹ als Erstglied: Synagogengemeinde  ·  mit ›Synagoge‹ als Grundform: synagogal
Herkunft aus gleichbedeutend synagōgakirchenlat < synagōgḗgriech (συναγωγή) ‘Versammlung, Vereinigung’ < synágeingriech (συνάγειν) ‘zusammenführen, -bringen, versammeln’
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
a)
Gebäude, Raum, in dem sich die jüdische Gemeinde zu Gebet und Belehrung versammelt
b)
sich versammelnde jüdische Gemeinde
2.
bildende Kunst zusammen mit der Ecclesia dargestellte weibliche Figur (mit einer Binde über den Augen und einem zerbrochenen Stab in der Hand) als Allegorie des Alten Testamentes
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Synagoge f. ‘Versammlungshaus der jüdischen Gemeinde zu Gottesdienst und Belehrung’, mhd. synagoge; entlehnt aus kirchenlat. synagōga, griech. synagōgḗ (συναγωγή) ‘Versammlung, Vereinigung’, im Neuen Testament und bei den Kirchenvätern ‘Versammlungsort der jüdischen Gemeinde’. Zu griech. synágein (συνάγειν) ‘zusammenführen, -bringen, versammeln’; vgl. griech. ágein (ἄγειν) ‘treiben, führen’.

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Synagoge [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Synagoge‹ (berechnet)

Cultusgemeinde Einweihung Kuppel Religionsgesellschaft Standort Wiederaufbau Zerstörung anzünden brennen brennend düsseldorfer ehemalig eingeweiht einweihen erbaut erfurter istanbuler jüdisch liberale luebecker lübecker niederbrennen niedergebrannt orthodox restauriert zerstören zerstört zwingenberger

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Synagoge‹.

Verwendungsbeispiele für ›Synagoge‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wann sind Sie vor dem Brande das letztemal in der Synagoge gewesen? [Friedländer, Hugo: Der Brand der Neustettiner Synagoge vor den Schwurgerichten zu Köslin und Konitz. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1913], S. 23059]
Früher, in den neunziger Jahren, war es wie eine Synagoge. [Tucholsky, Kurt: Die beiden Brüder H. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 469]
Unser Platz ist, wenn wir es mit unserem Glauben vereinbaren können, in den Synagogen. [Der Spiegel, 05.10.1987]
Wenn man von jüdischen Kirchen sprach, sprach man von Synagogen. [o. A.: Zweihundertdritter Tag. Mittwoch, 14. August 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 544]
Wann haben Sie die Synagoge zum letzten Male erleuchtet gesehen? [Friedländer, Hugo: Der Brand der Neustettiner Synagoge vor den Schwurgerichten zu Köslin und Konitz. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1913], S. 22052]
Zitationshilfe
„Synagoge“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Synagoge>.

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