Täter, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Täters · Nominativ Plural: Täter
Aussprache 
Worttrennung Tä-ter
Wortzerlegung Tat -er
eWDG

Bedeutung

jmd., der eine Straftat begangen hat
Beispiele:
der unbekannte, verborgene, vermutliche, vermeintliche, wirkliche, wahre Täter
wer ist der Täter? nach dem Täter suchen, fahnden
den Täter ermitteln, ausfindig machen, ergreifen, festnehmen, bestrafen
der Täter hat sich der Polizei gestellt
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tat · Täter · tätig · tätigen · betätigen · tätlich · Tatkraft · Tatsache
Tat f. ‘was ausgeführt worden ist oder werden soll, bewußte, gewollte (zweckgerichtete) Handlung, Leistung, Unternehmen’, ahd. (8. Jh.), mhd. tāt, asächs. dād, mnd. dāt, mnl. daet, nl. daad, aengl. (angl.) dēd, (westsächs.) dǣd, engl. deed, anord. dāð, schwed. dåd, got. gadēþs, germ. *-dēdi- führt als Abstraktbildung mit ie. ti-Suffix wie awest. niδātay- ‘das Nieder-, Ablegen’, lit. dė́tis ‘Last, Ladung, Fracht’, aslaw. blagodětь ‘Gnade, Wohltat, Dank’ auf ie. *dhēti-, neben *dhəti- in griech. thésis (θέσις) ‘das Aufstellen, Behauptung, aufgestellter Satz, Ausspruch’, lat. conditio ‘Gründung, Schöpfung, Stiftung, Werk’, eigentlich ‘das Zusammentun’, Bildungen zu der unter tun (s. d.) genannten Wurzel ie. *dhē- ‘setzen, stellen, legen’. Täter m. ‘wer eine Tat, besonders Straftat begangen hat’ (15. Jh.); vgl. mhd. übeltæter, missetæter, s. auch Wohltäter. tätig Adj. ‘beruflich arbeitend, sich betätigend, rührig, aktiv, tatkräftig’ (16. Jh.), zuvor in Zusammensetzungen wie ahd. ubil- (9. Jh.), missitātig (um 1000), mhd. übel-, missetætic. tätigen Vb. ‘aus-, durchführen, vollbringen, erledigen, verrichten’ (Anfang 18. Jh.), besonders als Wort der Kaufmannssprache in Wendungen wie einen Abschluß, Einkauf, ein Geschäft tätigen; dazu betätigen Vb. ‘in Gang setzen, bedienen, in die Tat umsetzen, verwirklichen’, reflexiv ‘tätig sein, sich beschäftigen, arbeiten’ (17. Jh.), aus der Kanzlei- und Geschäftssprache in die Allgemeinsprache eingegangen. tätlich Adj. ‘handgreiflich, gewalttätig’ (16. Jh.), mnd. dātlīk ‘tätlich, gewaltsam, tatsächlich’. Tatkraft f. ‘zum Handeln erforderliche Energie und Einsatzbereitschaft’ (18. Jh.). Tatsache f. ‘wirklicher, feststehender, unbezweifelbarer Sachverhalt, Gegebenheit, Fakt(um)’, nachgebildet (1756) von dem Theologen Spalding für engl. matter of fact, das seinerseits lat. rēs factī ‘eine wirklich geschehene Tat’ wiedergibt. Einen vereinzelten, jedoch zweifelhaften Frühbeleg (Mitte 15. Jh.) vermutet Stammler in: Spätlese d. Mittelalters 1 (1963) 73 und 112.

Thesaurus

Antonyme
Synonymgruppe
Delinquent · Gesetzesbrecher · Krimineller · Schuft · Straftäter · Täter · Verbrecher · kriminelles Element · Übeltäter  ●  Malefikant  geh., veraltet · Schächer (bib.)  geh. · schwerer Junge  ugs., fig.
Oberbegriffe
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
Schuldiger · Schuldtragender · Täter

Typische Verbindungen zu ›Täter‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Täter‹.

Verwendungsbeispiele für ›Täter‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dem Täter kann bei seiner Tat auch dienende Hilfe durch andere Personen geleistet werden. [Zimmermann, Theo: Der praktische Rechtsberater, Gütersloh: Bertelsmann [1968] [1957], S. 439]
Dadurch ist dann ein weiteres Mittel gegeben, den Täter zu überführen. [Welt und Wissen, 1932, Nr. 2, Bd. 21]
Ganze Arbeit hätten die Täter geleistet, sagt er fast anerkennend. [Die Zeit, 04.11.1999, Nr. 45]
In unserem Film aber hatte er nichts von einem Täter. [Die Zeit, 15.07.1999, Nr. 29]
Den Täter zieht es immer an den Ort seiner Verbrechen zurück. [Brussig, Thomas: Helden wie wir, Berlin: Verl. Volk und Welt 1996 [1995], S. 148]
Zitationshilfe
„Täter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/T%C3%A4ter>.

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