Täuber, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
WorttrennungTäu-ber (computergeneriert)
WortzerlegungTaube1-er
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

Synonym zu Tauber
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Taube · Tauber · Täuber · Tauberich · Täuberich
Taube f. Die Herkunft des gemeingerm. Vogelnamens ist nicht sicher geklärt. Ahd. tūba (8. Jh.), mhd. tūbe, asächs. dūƀa, mnd. mnl. dūve, nl. duif, mengl. (aus dem Anord.) d(o)uve, dofe, engl. dove, anord. dūfa, schwed. duva, got. in hraiwadūbō ‘Turteltaube’, eigentlich ‘Leichentaube’, führen auf germ. *dūƀōn, das im allgemeinen mit air. dub (aus *dhubhu-) ‘schwarz’, gleichbed. akymr. dub (aus *dheubh-) zur Labialerweiterung ie. *dheubh-, *dhūbh- ‘stieben, rauchen; neblig, verdunkelt’ der Wurzel ie. *dheu-, *dheu̯ə- (s. ↗taub) gestellt wird, so daß Taube nach dem rauchfarbenen Gefieder als ‘die Dunkle’ gedeutet wird. Gestützt wird dieses Benennungsmotiv durch griech. péleia (πέλεια) ‘wilde Taube’, zu griech. peliós (πελιός) ‘dunkelfarbig, blauschwarz, fahl’. Da das betreffende Farbadjektiv allein im Kelt., nicht aber in den germ. Sprachen nachzuweisen ist, hält Suolahti Vogelnamen (1909) 206 ff. eine lautnachahmende Bildung für wahrscheinlicher; allerdings läßt diese Deutung den Konsonantismus des Wortes ungeklärt, da bei Schallbildungen gewöhnlich Liquiden und Velare auftreten. de Vries Nl. 142 schließt daher die Möglichkeit eines Substratwortes nicht aus. Tauber, Täuber m. ‘männliche Taube’, mhd. tūber (14. Jh.), vgl. mnd. dǖver, düffer, mnl. dūver, nl. doffer; Tauberich, Täuberich m. (16. Jh.), gebildet nach ↗Enterich (s. d.); vgl. mnd. dūverich, dūverinc, mnl. dūveri(n)c.

Thesaurus

Synonymgruppe
Tauber · Täuber · ↗Täuberich
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur eine Minute später trat er Täuber von hinten in die Hacken.
Bild, 10.09.1998
Es war schon spät, und Täuber stand 30 Meter vom Tor entfernt.
Süddeutsche Zeitung, 28.04.1997
Der Alte, unser Täuber, sitzt noch mit einem Halsverband in seinem Krankenhaus, einem umgekippten Kartoffelkorb, in der Küche.
Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 390
Im Schlag stritten die Täuber mit Getrommel und Geruckse um ihre Nachtplätze.
Strittmatter, Erwin: Pony Pedro, Berlin: Kinderbuchverl. 1959, S. 96
Täuber kam später an das technologische Institut zu Berlin und ist auch Mitglied des Patentamtes geworden.
Fischer, Emil: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 19011
Zitationshilfe
„Täuber“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Täuber>, abgerufen am 20.10.2019.

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