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Täufling, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Täuflings · Nominativ Plural: Täuflinge
Aussprache 
Worttrennung Täuf-ling
Wortzerlegung taufen -ling
eWDG

Bedeutung

jmd., der getauft wird, besonders ein Kind
Beispiel:
der Täufling wurde in die Kirche getragen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

taufen · Taufe · Täufer · Täufling · Taufname
taufen Vb. ‘an jmdm. die christliche Taufe vollziehen’ (durch Besprengen des Kopfes mit geweihtem Wasser, anfangs, verschiedentlich noch heute, durch Eintauchen des ganzen Körpers in Wasser), ‘einen Namen geben’. Das gemeingerm. Verb ahd. toufen (um 800), mhd. toufen, töufen ‘untertauchen, taufen’, asächs. dōpian, mnd. dȫpen ‘tauchen, taufen’, mnl. dōpen, nl. dopen, aengl. dēopian ‘untertauchen’, schwed. döpa ‘taufen’, got. daupjan ‘eintauchen, taufen’ ist (ablautendes) Faktitivum (eigentlich ‘tief machen’, d. h. ‘ein-, untertauchen’) zu dem unter tief (s. d.) behandelten Adjektiv. Die Verwendung des Verbs im christlichen Sinne geht von got. daupjan aus, womit Wulfila griech. baptízein (βαπτίζειν) ‘wiederholt ein-, untertauchen’, kirchensprachlich ‘taufen’ wiedergibt, Erweiterung von griech. báptein (βάπτειν) ‘untertauchen’; vgl. spätlat. baptizāre ‘beträufeln’, kirchenlat. ‘taufen’. Durch gotische Arianer oder griechische Kaufleute dringt das got. Verb donauaufwärts (5. Jh.) ins Bair., von wo aus es sich im Kontinentalgerm. weiter verbreitet. Ihm stehen eigene Bezeichnungen in aengl. fulwian ‘taufen’ und anord. skīra ‘reinigen, taufen’ gegenüber. – Taufe f. ‘Sakrament zur Aufnahme des Täuflings in die Gemeinschaft der Christen, feierliche Namensgebung’, ahd. toufī (8. Jh.), touf (9. Jh.), toufa (bair. 11. Jh.), mhd. touf(e), asächs. dōpi, mnd. dȫpe, mnl. dōpe, nl. doop, got. daupeins; nach griech. (kirchensprachlich) báptisma (βάπτισμα) ‘Taufe’. Täufer m. ‘wer tauft’, ahd. toufāri (9. Jh.), mhd. toufære, toufer. Täufling m. ‘wer getauft wird’ (16. Jh.). Taufname m. ‘in der Taufe gegebener Name, Vorname’, mhd. toufname.

Thesaurus

Synonymgruppe
Patenkind · Täufling
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Täufling‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Täufling‹.

Verwendungsbeispiele für ›Täufling‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So sieht es die katholische Kirche für erwachsene Täuflinge vor. [Süddeutsche Zeitung, 30.03.2002]
Ins erste Bad eines Täuflings gab man neun verschiedene Körner. [Süddeutsche Zeitung, 08.09.1999]
Kinder mögen es, wenn es in der Kirche auf einmal ganz leise wird und alle konzentriert auf den Täufling schauen. [Bild, 25.03.2006]
Eigentlich nimmt man einen Täufling ja ganz sanft auf den Arm, aber dieser hier war einfach zu schwer – 217 Tonnen. [Bild, 07.06.2000]
Die sittliche Einstellung des Paten zum Täufling wiegt viel schwerer als das Geschenk. [Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 404]
Zitationshilfe
„Täufling“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/T%C3%A4ufling>.

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