Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Tüchtigkeit, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Tüchtigkeit · Nominativ Plural: Tüchtigkeiten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Tüch-tig-keit
Wortzerlegung tüchtig -keit
eWDG

Bedeutungen

1.
besondere Befähigung
Beispiele:
die berufliche, handwerkliche, sportliche Tüchtigkeit
der Facharbeiter war wegen seiner besonderen Tüchtigkeit in seinem Betrieb sehr geschätzt
2.
besondere Tauglichkeit
Beispiel:
die körperliche Tüchtigkeit
veraltet gute Beschaffenheit
Beispiel:
die Tüchtigkeit des Fuhrwerks und des Strickes [ O. LudwigHeiterethei2,10]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

tüchtig · Tüchtigkeit
tüchtig Adj. ‘geschickt, erfahren, fleißig, gut’. Das nur im Westgerm. bezeugte Adjektiv mhd. tühtec, tühtic ‘brauchbar, wacker, edel und fein gesittet’, mnd. düchtich, mnl. duchtich, nl. duchtig, aengl. dohtig, engl. (älter) doughty ist von dem in ahd. tūht ‘Andrang, Ansturm’ (11. Jh.; anatūht, 10. Jh.), mhd. tūht, dūht ‘Andrang, Kraft, Gewalt, Tüchtigkeit’, nhd. Tucht (bis 16. Jh.), mnd. ducht überlieferten ti-Abstraktum zu dem unter taugen (s. d.) dargestellten Verb abgeleitet. – Tüchtigkeit f. ‘tüchtiges Wesen’, mhd. tühtecheit, tuchtikeit ‘Kraft, Stärke, Rüstigkeit, Festigkeit’, mnd. düchtichēt, mnl. duchticheit. In älterer Sprache vorwiegend im Sinne von ‘Tauglichkeit, Eignung, Brauchbarkeit’; der in neuerer Zeit vorherrschende Gebrauch ‘besondere Leistungsfähigkeit, Qualität’ findet sich bereits im Frühnhd.

Thesaurus

Psychologie
Synonymgruppe
Arbeitseifer · Diensteifer · Energie · Produktivität · Schaffensdrang · Tatkraft · Tatwille · Tüchtigkeit  ●  Diligenz  geh., veraltend
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Tüchtigkeit‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tüchtigkeit‹.

Verwendungsbeispiele für ›Tüchtigkeit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie ist nur ein Schatten, aber immerhin ein Schatten der wahren Tüchtigkeit. [Natorp, Paul: Platons Ideenlehre. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1903], S. 6067]
Von einer Generation auf die nächste vererbt hat sich auch Jungsche Tüchtigkeit. [NBI, 1985, Nr. 11]
Militärische Tüchtigkeit allein reichte nicht mehr zum Niederringen des Gegners aus. [Nahmer, Nöll von der Robert: Weltwirtschaft und Weltwirtschaftskrise. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 18807]
Sie sind in der ganzen Welt für ihre Tüchtigkeit bekannt. [konkret, 1980]
Und wenigstens hält der Adel am alten Ideal der körperlichen Tüchtigkeit fest. [Die Zeit, 25.03.1977, Nr. 13]
Zitationshilfe
„Tüchtigkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/T%C3%BCchtigkeit>.

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