Tüttelchen, das

Grammatik Substantiv (Neutrum)
Aussprache 
Worttrennung Tüt-tel-chen
eWDG, 1976

Bedeutung

umgangssprachlich, veraltend
Beispiele:
An seinem Wesen vermöge man nichts zu ändern. Kein Tüttelchen (= nicht das geringste) [H. FranckJ. S. Bach549]
indem sie jedes Tüttelchen (= bisschen) ihres Rechtes ... ausnützten [A. ZweigDe Vriendt97]
und aufs Tüttelchen diese Worte (= ganz genau diese Worte) ... wollte ich gegen mich vorbringen [Th. MannJoseph5,173]

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Trema · Trennpunkte · Umlautpunkte · zwei Punkte auf (einem) Vokal · zwei Punkte über (einem) Vokal · zwei Pünktchen (auf Vokal)  ●  Tüddelchen  ugs., norddeutsch, scherzhaft · Tüttelchen  ugs., scherzhaft · liegender Doppelpunkt (auf Vokal)  ugs.
Oberbegriffe
  • diakritisches Zeichen  ●  Diakritikum  lat., griechisch · Diakritikon  fachspr., griechisch

Verwendungsbeispiele für ›Tüttelchen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie werden dadurch kein Tüttelchen kleiner oder unbedeutender - sie gehören bloß woanders hin.
konkret, 1980
Er kann es haben, er darf sicher sein, daß dieses Gericht ihm nicht ein Tüttelchen mehr zur Last legt, als ihm zukommt.
Die Zeit, 02.06.1961, Nr. 23
Dass am Text und an den Noten nicht ein Tüttelchen verändert werden darf, ist vertragliche Selbstverständlichkeit.
Die Welt, 29.06.2001
Und auf den Anmeldezetteln ist die "DDR" in Tüttelchen gesetzt, wie früher in der Springer-Presse.
Der Tagesspiegel, 19.10.1999
Zitationshilfe
„Tüttelchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/T%C3%BCttelchen>, abgerufen am 05.06.2020.

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