Taktwechsel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Taktwechsels · Nominativ Plural: Taktwechsel
Aussprache
WorttrennungTakt-wech-sel
WortzerlegungTakt1Wechsel
eWDG, 1976 und DWDS, 2017

Bedeutung

Übergang von einer Taktart zur anderenQuelle: DWDS, 2017
vergleiche Takt¹ (1 a)
Beispiele:
ein gelegentlicher, häufiger Taktwechsel in einer SinfonieQuelle: WDG, 1976
Trotz diverser Taktwechsel verlangt [der Komponist] Mahler »strengste Continuität« des Tempos. [Süddeutsche Zeitung, 20.06.2016]
In dem ständigen Taktwechsel der Chöre spiegelt sich dieses rauschende, festlich erregte Bild wider. [Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 349]
Der Taktwechsel läßt sich als ein Tempowechsel auffassen und resultiert aus der Mischung von Tanzfiguren verschiedener Tänze (3/4-Takt-Walzer, 2/4-Takt-Dreher) innerhalb eines Tanzes. [o. A.: Z. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000, S. 11540. Zitiert nach: o. A.: Z. In: Dahlhaus, Carl u. Eggebrecht, Hans Heinrich (Hgg.) Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Mainz: Schott 1989.]
Das Gleichmaß der Taktfolgen war schon in romantischer Zeit durch gelegentlichen Taktwechsel durchbrochen worden, weil es immer schwieriger wurde, freiere melodische Bildungen in das Schriftbild des Taktschemas zu pressen (Schumann, Wagner, Reger). [Wiora, Walter u. a.: Deutschland. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001, S. 16989. Zitiert nach: Wiora, Walter u. a.: Deutschland. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Bd. 3, Kassel: Bärenreiter 1954.]

Den originalen WDG-Artikel können Sie hier anschauen.

Typische Verbindungen
computergeneriert

häufig ständig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Taktwechsel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das ist bisher nicht oft geschehen, manchmal musste ich lange auf einen Taktwechsel warten.
Die Zeit, 16.02.2009, Nr. 07
Sie passen sich dem Text, vor allem seinen Gefühlswerten, in einem charakteristischen Taktwechsel gut an.
Lorenzen, Käte: Angelus Silesius. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1951], S. 21935
In dem ständigen Taktwechsel der Chöre spiegelt sich dieses rauschende, festlich erregte Bild wider.
Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 349
Kremer saß am ersten Pult und tänzelte mit dünnen Beinen bei fast jedem Taktwechsel.
Süddeutsche Zeitung, 19.12.2002
Allerorten lauern Taktwechsel und Tempo-Überlagerungen, die durch stures Taktzählen nicht zu meistern sind.
Die Welt, 06.12.2000
Zitationshilfe
„Taktwechsel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Taktwechsel>, abgerufen am 15.12.2019.

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