Tal, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Tal(e)s · Nominativ Plural: Täler
Aussprache
Wortbildung mit ›Tal‹ als Erstglied: ↗Talabhang · ↗Talaue · ↗Talbecken · ↗Talbreite · ↗Taleingang · ↗Taleinschnitt · ↗Talenge · ↗Talfahrt · ↗Talgrund · ↗Talhang · ↗Talkessel · ↗Talmulde · ↗Talniederung · ↗Talrinne · ↗Talschlucht · ↗Talsenke · ↗Talsenkung · ↗Talski · ↗Talsohle · ↗Talsperre · ↗Talstation · ↗Talwand · ↗Talwiese · ↗talab · ↗talabwärts · ↗talauf · ↗talaufwärts · ↗talaus · ↗talein · ↗taleinwärts · ↗talseitig · ↗talwärts
 ·  mit ›Tal‹ als Letztglied: ↗Felsental · ↗Felstal · ↗Haupttal · ↗Nebental · ↗Niltal · ↗Trockental · ↗Waldtal · ↗Wiesental
 ·  mit ›Tal‹ als Binnenglied: ↗Berg-und-Tal-Bahn
eWDG, 1976

Bedeutung

große, nach Länge und Breite ausgedehnte, in das Land einschneidende oder zwischen Bergen liegende Bodenvertiefung
Gegenwort zu Berg
Beispiele:
ein enges, schmales, weites, flaches, sich lang hinziehendes, fruchtbares, waldiges, ödes, liebliches, freundliches, finsteres, einsames, stilles Tal
das Tal windet sich in vielen Kurven durch die Landschaft
das Tal weitet sich, verengt sich, steigt an
der Fluss hat ein tiefes Tal in die Landschaft geschnitten
ein Tal durchqueren, entlanglaufen
er wanderte über den Berg und durch das Tal
die Straße führt über Berg und Tal
vom Berg in das Tal hinabschauen
das Dorf liegt im Tal
zwischen Berg und Tal schlängelt sich die Kleinbahn dahin
O Täler weit, o Höhen [Eichendorff1,116]
zu Tal, Taleins Tal hinunter, abwärts
Beispiele:
der Wildbach stürzt den Hang hinab zu Tale
Schifffahrt zu Tal, Tale fahren (= stromabwärts fahren)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tal n. ‘langgestreckter Einschnitt in der Erdoberfläche’, ahd. tal (8. Jh.), mhd. tal, asächs. mnd. mnl. nl. dal, aengl. dæl, engl. (mundartlich) dale, anord. dalr, schwed. dal, got. dals m. (oder dal n.?), germ. *dala- gehört mit aslaw. dolъ, russ. (älter) dol (дол) ‘Tal’, vielleicht auch griech. thólos (θόλος) ‘Kuppelbau, rundes Gebäude’, thalámē (θαλάμη) ‘Höhle, Lager von Tieren’, zur Wurzel ie. *dhel- ‘Höhlung, Wölbung’ (s. ↗Delle).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abfahrt Berg Fluß Gebirge Gefallene Hang Hügel König Lawine Schlucht Tal Träne Wald Wolf abgelegen donnern durchschreiten eingeschnitten eng finster fruchtbar grün idyllisch lieblich rasen sausen schlängeln schmal tief wälzen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tal‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Besser, wir suchen einen Weg durchs Tal, irgendwo zurück aufs Plateau, von dem wir abgestiegen sind.
Schrott, Raoul: Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde; Hanser Verlag 2003, S. 34
Ebenso lange ist der letzte Bäcker weg, im vergangenen Jahr zog auch der alte Kaplan ins Tal hinunter.
Die Zeit, 25.02.2004, Nr. 09
Eine geschlossene Gemeinschaft, argwöhnisch gegenüber den Nachbarn, zögert, über das nächste Tal hinaus zu schauen.
Der Tagesspiegel, 08.09.2002
Im Tale durfte er sich hernach nicht mehr sehen lassen.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 325
Bergauf, bergab, Täler, es ist ein langer Weg, es ist Mittag, da sind wir.
Döblin, Alfred: Berlin Alexanderplatz, Olten: Walter 1961 [1929], S. 291
Zitationshilfe
„Tal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tal>, abgerufen am 20.05.2019.

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