Taler, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Talers · Nominativ Plural: Taler
Aussprache 
Worttrennung Ta-ler
Wortbildung  mit ›Taler‹ als Erstglied: Talerblume · talergroß  ·  mit ›Taler‹ als Letztglied: Raubtaler
eWDG

Bedeutung

historisch bis ins 18. Jahrhundert in Deutschland gebräuchliche Münze
Beispiel:
sprichwörtlichwer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Taler · Dollar
Taler m. Münze mit unterschiedlichem Wert, im 16. Jh. verkürzt aus Joachimsthaler (Guldengroschen) für eine in Joachimsthal (Jáchymov) in Böhmen seit 1518 geprägte Silbermünze. Die Bezeichnung verbreitet sich rasch im dt. Sprachgebiet. Entlehnt aus mnd. dāler, dalder, nd. Dāler, begegnet schon im 16. Jh. nl. daelder, daeler (modern daalder) engl. daler, daller und (um 1600) dollar, das weiterlebt in amerik.-engl. dollar, entsprechend im Dt. die Rückentlehnung Dollar m. (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Geldstück · Hartgeld · Kleingeld · Münze · Münzgeld  ●  Klimpergeld  ugs. · Kupfer  ugs. · Taler  ugs.
Oberbegriffe
  • Geld  ●  klingende Münze  fig. · Asche  ugs. · Bimbes  ugs. · Chlübis  ugs., schweiz. · Devisen  ugs. · Diridari  ugs., bairisch · Eier  ugs. · Euronen  ugs. · Flöhe  ugs. · Forinthen  ugs. · Heu  ugs. · Kies  ugs. · Klicker  ugs. · Klöpse  ugs. · Knack  ugs. · Knete  ugs. · Kohle  ugs. · Koks  ugs. · Krönchen  ugs. · Kröten  ugs. · Lehm  ugs. · Mammon  geh., abwertend, biblisch · Marie  ugs. · Moneten  ugs. · Moos  ugs. · Murmeln  ugs. · Mäuse  ugs. · Möpse  ugs. · Ocken  ugs. · Patte  ugs. · Penunse  ugs. · Penunze  ugs. · Piepen  ugs. · Pinke  ugs. · Pulver  ugs. · Radatten  ugs. · Rubel  ugs. · Rubelchen  ugs. · Räppli  ugs., schweiz. · Scheinchen  ugs. · Scheine  ugs. · Schlotten  ugs. · Schotter  ugs. · Steine  ugs. · Zaster  ugs. · Öcken  ugs.
  • Bargeld  ●  Bares  ugs. · Cash  ugs., engl.

Typische Verbindungen zu ›Taler‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Taler‹.

Verwendungsbeispiele für ›Taler‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das hat gewiß die arme Schwester mit ihren paar Talern bestreiten müssen. [Meysenbug, Malwida von: Unerfüllt. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1907], S. 3425]
Hier erhielt er das damals hohe Gehalt von 400 Talern, 1621 sogar 900 Taler. [Härtwig, Dieter: Rowe (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1963], S. 39012]
Seit 1811 bezog er das unzureichende Ruhegehalt von 800 Talern. [Salmen, Walter: Reichardt (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1963], S. 41739]
Einen Monat lernte ich unentgeltlich, dann gab es monatlich drei Taler. [Baader, Ottilie: Ein steiniger Weg, Lebenserinnerungen einer Sozialistin. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1921], S. 22592]
Bis zu seinem Tod 1826 verschuldet er sich mit 10.000 Talern, das entspricht etwa 200.000 Euro. [Die Zeit, 21.11.2011, Nr. 47]
Zitationshilfe
„Taler“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Taler>.

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