Talg, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Talg(e)s · Nominativ Plural: Talge
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Talg‹ als Erstglied: ↗Talgdrüse · ↗Talgkerze · ↗Talglicht · ↗talgartig · ↗talgig
 ·  mit ›Talg‹ als Letztglied: ↗Hauttalg · ↗Hirschtalg · ↗Rindertalg · ↗Rindstalg
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
festes, meist gelbliches Fett, das durch Schmelzen aus dem Fettgewebe von Rindern oder Schafen gewonnen wird
Beispiele:
etw. in Talg braten
Talg wird auch zur Herstellung von Kerzen oder Seife verwendet
2.
Sekret der Talgdrüsen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Talg · talgartig · talgicht · talgig
Talg m. ‘festes, gelbliches Fett’ (besonders von Rind und Schaf), in der 1. Hälfte des 16. Jhs. aus dem Nd. ins Hd. übernommen, vgl. mnd. tallich, talch, mnl. talch, tallick, nl. talk, aschwed. talgher, schwed. talg und vielleicht auch (wenn nicht aus dem Nd. entlehnt) mengl. talʒ, taluʒ, talow, engl. tallow. Herkunft ungewiß. Falls (bei Annahme einer Grundbedeutung ‘Festgewordenes’) Zusammenhang mit ablautendem got. tulgus ‘fest, standhaft’, asächs. tulgo ‘sehr’ besteht, läge Verwandtschaft mit den unter ↗lang (s. d.) angeführten Formen vor. Dazu talgartig Adj. (1. Hälfte 19. Jh.) sowie talgicht, talgig Adj. früher talkicht (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Fett · ↗Schmalz · Talg  ●  ↗Flomen  fachspr. · Flumen  fachspr.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • 1,2,3-Propantriol · E 422 · ↗Glycerin · Glycerinum · Glycerol · ↗Glyzerin · Propan-1,2,3-triol · Propantriol

Typische Verbindungen zu ›Talg‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

BullensamenBeispielsätze anzeigen EmbargoBeispielsätze anzeigen ExportBeispielsätze anzeigen ExportverbotBeispielsätze anzeigen FettBeispielsätze anzeigen GelatineBeispielsätze anzeigen HautBeispielsätze anzeigen Rindergelatine RinderproduktBeispielsätze anzeigen RindersamenBeispielsätze anzeigen RinderspermaBeispielsätze anzeigen SameBeispielsätze anzeigen SchmalzBeispielsätze anzeigen SchweißBeispielsätze anzeigen SpermaBeispielsätze anzeigen WachsBeispielsätze anzeigen produzierenBeispielsätze anzeigen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Talg‹.

Verwendungsbeispiele für ›Talg‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn die Haut produziert Schweiß und Talg, auf ihr wachsen Haare und sie wirft Schuppen ab.
Die Zeit, 09.01.2012, Nr. 02
Die Flamme rußte, flackerte und der verbrennende Talg roch ekelhaft.
Süddeutsche Zeitung, 03.12.2004
Diese Weidemast auf den Fettweiden ergibt trotz gelblicheren Talges die beste Ware.
Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 418
Wie er mir einmal in einer schwachen Stunde verriet, bestanden die Pillen aus Talg und Ziegelmehl.
Dominik, Hans: John Workmann der Zeitungsboy, Biberach an d. Riss: Koehler 1954 [1925], S. 44
Im alten Birnbaum vor meinem Fenster baumelt ein Futternapf, gefüllt mit Talg und Samen.
Brief von Wilhelm Busch an Letty Keßler vom 31.12.1904. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1904], S. 20603
Zitationshilfe
„Talg“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Talg>, abgerufen am 28.11.2020.

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