Tamburin, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Tamburins · Nominativ Plural: Tamburins/Tamburine
Aussprache
WorttrennungTam-bu-rin
HerkunftArabisch → Französisch
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
kleine, flache, mit der Hand zu schlagende Trommel, an deren Rand rundum Schellen angebracht sind
2.
kleines, flaches, trommelartiges, unten offenes Gerät zum Ballspiel oder zum Taktschlagen bei gymnastischen Übungen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tambour · Tamburin
Tambour m. ‘Trommler’. Auszugehen ist von während der Kreuzzüge aus pers. tabīr ‘Pauke’ entlehntem afrz. tabor ‘Trommel’ bzw. unter iberoroman. Einfluß nasaliertem tambor (vgl. katalan. tambor, aspan. atamor, port. atambor, tambor, die in Anlehnung an arab. ṭunbūr, Bezeichnung für ein Saiteninstrument, entstanden sind). Aus dem Afrz. entlehnt ist mhd. tambūr, tabūr m. f., tambūre, tabūre f. ‘Trommel’, wozu die Ableitung tambūrære, tambūrer ‘Trommler’. Wohl im Dreißigjährigen Krieg wird frz. tambour und entsprechendes dt. Tambour auf den ‘Trommler’ übertragen (belegt im Frz. 1671, im Dt. 1652); die Bedeutung ‘Trommel’ wird im Dt. danach aufgegeben. Heute vor allem in der Zusammensetzung Tambourmajor ‘Leiter eines Spielmannszuges’, nach frz. tambour-major. Tamburin n. ‘kleine, flache Handtrommel (mit am Rand befestigten Schellen)’ bzw. ‘flaches trommelartiges, unten offenes Gerät (zum Taktschlagen bei gymnastischen Übungen)’, mhd. tamburīn, entsprechend (später bezeugtem) mfrz. tambourin m. (neben tabourin) ‘kleine Handtrommel’.

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Schellentrommel · Tambourin · Tamburin
Oberbegriffe
  • Idiophon · Selbstklinger · Selbsttöner
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akkordeon Flöte Gitarre Kastagnette Triangel Trommel Zimbel schlagen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tamburin‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Neben dem Tamburin liegen verblühte Rosen als Symbol der Vergänglichkeit.
Süddeutsche Zeitung, 28.01.2000
Dieser Tanz ist nur eine Unterhaltung für Mädchen, kein Knabe rührt ein Tamburin an.
Würz, Anton u. Schneider, Marius: Tarantella. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1966], S. 7675
Sie schlagen große Tamburine und drehen sich tanzend im Kreis.
Die Zeit, 17.07.2006, Nr. 29
Das Lärmen der Tamburine und Kastagnetten verstummte die ganze Nacht nicht.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 135
Weiter links haben wir eine Geige mit Mütze und ein lachendes Tamburin gesichtet.
Die Welt, 04.12.2003
Zitationshilfe
„Tamburin“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tamburin>, abgerufen am 20.10.2019.

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