Tampon, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tampons · Nominativ Plural: Tampons
Aussprache
WorttrennungTam-pon
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Tampon‹ als Grundform: ↗tamponieren
eWDG, 1976

Bedeutung

Medizin mit dünnem, weitmaschigem Stoff überzogener Bausch aus Mull, Watte oder Zellstoff, mit dem Flüssigkeiten aufgesaugt, abgetupft werden oder Blut gestillt wird
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tampon m. ‘Pfropf, Stopfen’ (zum Verschließen einer Öffnung, z. B. eines Kanonenrohrs, einer Orgelpfeife, einer Wunde), ‘Tupfbällchen’ (der Kupferstecher zum Schwärzen der Druckplatte), ‘Bausch aus Watte, Mull’, Übernahme (1. Hälfte 19. Jh.) von gleichbed. mfrz. frz. tampon, der nasalierten Variante von mfrz. frz. tapon ‘Spund, Zapfen, Pfropfen, Stoffknäuel’, das seinerseits aus dem Germ. (etwa anfrk. *tappo; vgl. ahd. zapho, s. ↗Zapfen) entlehnt ist. Seit dem 19. Jh. besonders geläufig in der Medizin im Sinne von ‘mit Mull überzogener Wattebausch, der zum Blutstillen und Aufsaugen von Flüssigkeiten in Wunden und Körperöffnungen eingeführt wird’. Übertragen auch ‘Pufferstaat’ (2. Hälfte 20. Jh.), vgl. frz. tampon im Sinne von ‘Puffer’ (Mitte 19. Jh.), État tampon ‘Pufferstaat’ (Anfang 20. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Binde Kondom Slipeinlage Verhütungsmittel Werbung benutzen benutzt blutig einführen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tampon‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Frau kann ihn selbst wie einen Tampon einsetzen, nachdem sie den Ring mit ihren Fingern zusammengedrückt hat.
Die Welt, 06.02.2003
Und streitet mit ihren Töchtern um die Tampons im Bad.
Die Zeit, 04.12.1992, Nr. 50
Solange der Tampon drin war, ging das gut - dann wieder aus.
Tucholsky, Kurt: An Hedwig Müller, 10.11.1935. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1935], S. 16504
Leider schauen sie aber am Ende doch nur aus wie Tampons im Tarnanzug.
Süddeutsche Zeitung, 09.08.2002
Wahrscheinlich muß sie ihn wegen jeder Schachtel Tampons um Geld bitten.
Jentzsch, Kerstin: Seit die Götter ratlos sind, München: Heyne 1999 [1994], S. 247
Zitationshilfe
„Tampon“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tampon>, abgerufen am 22.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Tampen
Tamil
Tamburizza
Tamburin
Tamburierstickerei
Tamponade
Tamponage
tamponieren
Tamtam
Tanagrafigur