Tango, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tangos · Nominativ Plural: Tangos
Aussprache 
Worttrennung Tan-go
Herkunft Spanisch
Wortbildung  mit ›Tango‹ als Erstglied: ↗Tangotänzer
eWDG, 1976

Bedeutung

aus Lateinamerika stammender, stark rhythmischer Gesellschaftstanz, meist im Zweivierteltakt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tango m. auf Motiven lateinamerikanischer Volkstänze beruhender figurenreicher europäischer Gesellschaftstanz mit synkopiertem Rhythmus, vor allem durch den Berliner Ballettmeister P. Mürich 1911 ausgearbeitet und in den 20er Jahren des 20. Jhs. als Modetanz beliebt. Der Ausdruck ist übernommen von span. tango, das Anfang des 20. Jhs. einen argentinischen Gesellschaftstanz bezeichnet, zuvor aber als ‘Zigeunertanz’ und (seit 1. Hälfte 19. Jh.) für verschiedene lateinamerikanische Länder als ‘Geselligkeit des einfachen Volkes, namentlich der afroamerikanischen Bevölkerung, bei der zum Klang einer Trommel getanzt wird’ sowie als Benennung der dabei verwendeten Trommel belegt ist (vgl. noch tango ‘Handtrommel’ in Honduras). Deshalb wurde Herleitung aus einer westafrikan. Sprache erwogen, doch handelt es sich wohl eher um eine onomatopoetische Bildung, vergleichbar dem ebenfalls lautmalenden ↗Tingeltangel (s. d.); ähnlich vielleicht auch mfrz. tangue (16. Jh.) für einen bestimmten Tanz in der Normandie.

Thesaurus

Synonymgruppe
Tango [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Tango‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tango‹.

Verwendungsbeispiele für ›Tango‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wem das nicht gelingt, dem bleibt immer noch der Tango.
Die Zeit, 20.10.2005, Nr. 43
Außerdem sei Tango ein intimer Tanz, aber trotzdem unverbindlich, weil man nicht gezwungen ist, sich mit dem Partner zu unterhalten.
Der Tagesspiegel, 03.11.1999
Der Butler der komplizierten englischen Familie spielte auf einer Baßgeige einen Tango.
Rosendorfer, Herbert: Großes Solo für Anton, Zürich: Diogenes 2000 [1976], S. 45
Zugunsten neuer Modetänze trat vornehmlich der erst wieder Anfang der sechziger Jahre zu neuen Ehren kommende Tango zurück.
Worbs, Hans Christoph: Schlager. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1963], S. 6439
Das halbnackte Mädchen, das am Meeresstrand im Schwimmkostüm mit seinem Partner engumschlungen einen schmachtenden Tango tanzt, flirtet auch.
Haluschka, Helene: Noch guter Ton? In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 3189
Zitationshilfe
„Tango“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tango>, abgerufen am 26.11.2020.

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