Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Tanne, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Tanne · Nominativ Plural: Tannen
Aussprache 
Worttrennung Tan-ne (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Tanne‹ als Erstglied: Tannebaum · Tannenanpflanzung · Tannenaufwuchs · Tannenbaum · Tannenbohle · Tannenbrett · Tannendickicht · Tannengirlande · Tannenharz · Tannenholz · Tannenhonig · Tannenhäher · Tannennadel · Tannenreis · Tannenreisig · Tannenrinde · Tannensterben · Tannenwald · Tannenzapfen · Tannenzweig · Tännchen · Tännling · tannen
 ·  mit ›Tanne‹ als Letztglied: Balsamtanne · Blautanne · Douglastanne · Edeltanne · Hemlocktanne · Rottanne · Silbertanne · Weihnachtstanne · Weißtanne · Zimmertanne
eWDG

Bedeutungen

1.
Nadelbaum mit flachen, stumpf endenden Nadeln, die an der Unterseite zwei weiße Streifen haben, und aufrecht stehenden Zapfen, dessen Holz als Baustoff und Werkstoff verwendet wird
Beispiele:
eine gut gewachsene Tanne
jmd. ist schlank wie eine Tanne (= sehr schlank)
2.
umgangssprachlich Weihnachtsbaum
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tanne · Tann · Tannenbaum · tannen · Rottanne
Tanne f. immergrüne Gattung der Kieferngewächse, landschaftlich auch ‘Fichte’ und allgemein ‘Nadelbaum’, ahd. tanna ‘Nadelbaum’ (9. Jh.), mhd. tanne, auch ‘Mastbaum’, asächs. danna, mnd. mnl. danne (aus germ. *danwō) stellen sich zu asächs. dennia, nl. den (aus germ. *danniō). Herkunft unsicher. Vergleichbar sind aind. dhánuḥ und (bei abweichendem Anlaut) awest. θanvan-, θanvar- ‘Bogen’, wenn man annimmt, daß dieser Bezeichnung für ein hölzernes Gerät ein Baumname (ie. *dʰanu- oder *dʰonu-) zugrunde liegt. Oder man sieht in dem Namen eine Ableitung von germ. *dan- ‘Wald, Gehölz’, das weiterlebt in Tann m. ‘Nadelwald, Hain’, ahd. tan- (in tanesil ‘Wild-, Waldesel’, Hs. 12. Jh.), mhd. tan, mnd. dan, wozu mnd. denne f. ‘Waldtal, Niederung’ und außergerm. wohl aind. dhánu- ‘Sandbank, Insel’, dhánvan- n. ‘trockenes Land, Wüste’, aus ie. *dʰanue, *dʰanu- (s. Tenne). Da der Name für Tanne nur im Kontinentalwestgerm. begegnet und der Baum in Mitteleuropa heimisch ist, kann darin freilich auch ein vorie. Substratwort vermutet werden (vgl. de Vries Nl. 111). Tannenbaum m. Tannebaum (17. Jh.), mhd. tanboum. tannen Adj. ‘aus Tannenholz bestehend’ (Anfang 18. Jh.), zuvor frühnhd. tennen, mhd. tennīn. Rottanne f. ‘Fichte’ (16. Jh.), benannt nach der anfängs rötlichen (später grau-weißen) Rinde.

Thesaurus

Synonymgruppe
Tanne  ●  Abies  fachspr., botanisch · Tannenbaum  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Tanne‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tanne‹.

Verwendungsbeispiele für ›Tanne‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gar nicht agitpropmäßig klingt eine Geschichte aus Tanne, eine wahre Geschichte. [Ketman, Per u. Wissmach, Andreas: DDR - ein Reisebuch in den Alltag, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1986, S. 297]
So empfindlich wie eine Tanne schätze ich mich schon auch ein! [Schröter, Heinz: Ich, der Rentnerkönig, Genf: Ariston 1985, S. 94]
Schnaufend erreicht er wenige Minuten später das untere Geäst der Tanne. [Die Zeit, 10.12.1998, Nr. 51]
Es ist wirklich spät, der Mond steht hinter den Tannen; dann ist es spät. [Tucholsky, Kurt: Auf dem Nachttisch. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1930]]
Zudem hat das Aufstellen der Tanne ihm alle Kraft abverlangt. [Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 126]
Zitationshilfe
„Tanne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tanne>.

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