Tartan, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tartan(s) · Nominativ Plural: Tartans
Aussprache ['taʁtan] · ['taːtən]
Worttrennung Tar-tan
Herkunft aus gleichbedeutend tartanschott
Wahrig und ZDL

Bedeutung

Tartan
Tartan
(Dreamyshade, GNU FDL)
(jeweils einen bestimmten schottischen Clan repräsentierender) Wollstoff mit einem Muster aus farbigen Karos und sich kreuzenden Linien (für Kilts (1))
Beispiele:
[…] »Tartan« ist der Begriff für schottische Webmuster, jene berühmten Schottenkaros, die […] durch deutlich verschiedenfarbige Fäden anzeigen sollen, zu welchem Clan ein Tartan‑Träger gehört. [Süddeutsche Zeitung, 14.04.2015]
Er trägt eine lange Hose im Tartan, dem Schottenmuster. [Süddeutsche Zeitung, 10.01.2019]
Die Schotten sind für ihren Whisky und für den karierten Schottenstoff namens Tartan bekannt. [Die Zeit, 01.07.2016 (online)]
Im Laufe der Jahrhunderte hat sich der Tartan überall ausgebreitet, auf Uniformen, Röcken, Decken, Mänteln. [Zeit Magazin, 28.11.2013]
Erst Queen Victoria, die Schottland liebte […], befahl, alte schottische Bräuche wiederaufleben zu lassen: der Tartan, die Clanmuster, wurden Vorschrift bei Hofbällen: Da mußten die Herren im Kilt, die Damen mit karierter Schärpe über dem Abendkleid erscheinen. [Die Zeit, 04.10.1996]
metonymisch schottischer Kilt aus Tartan¹
Beispiele:
Die Einzigen, die Tartans trugen, waren die […] Highland‑Bataillone, denen jeweils ihre eigenen Regimentsfarben zugeordnet waren. [Süddeutsche Zeitung, 15.09.2014]
Fasziniert von den Dudelsack‑Klängen der Frauen und Männer in schottischen Tartans vergessen die Passanten für einen Augenblick ihre Einkäufe und halten inne. [Frankfurter Rundschau, 18.12.2000]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Tartan“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tartan#1>, abgerufen am 19.10.2021.

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Tartan, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tartan(s) · wird nur im Singular verwendet
Aussprache ['taʁtan] · ['taːtən]
Worttrennung Tar-tan
Wortbildung  mit ›Tartan‹ als Erstglied: Tartanbahn
Herkunft nach dem Markennamen Tartan des US-amerikanischen Unternehmens 3M
Wahrig und ZDL

Bedeutung

aus Kunststoff gefertigter elastischer Oberflächenbelag auf Leichtathletikbahnen
Beispiele:
Die Athleten laufen seit den sechziger Jahren […] nicht mehr auf Aschenbahnen, sondern auf Tartan, einem rutschfesten Kunstharz. [Süddeutsche Zeitung, 01.08.1996]
Sie [die deutsche Meisterin über 100 Meter Hürden] federt über den roten Tartan. Leicht sieht es aus. Sprinten ist auch leicht, wenn man es kann und den richtigen Körper dafür hat. [Die Zeit, 11.08.2017 (online)]
Im zweiten Bauabschnitt war geplant, die Laufbahn mit einem neuen Belag aus Tartan, einer Kunststoffmischung, auszustatten. [Frankfurter Rundschau, 09.07.2011]
Der einstige Sandplatz wurde zum Teil mit Kunstrasen, zum Teil mit Tartan belegt. [Berliner Zeitung, 16.08.1994]
Die epochale Neuerung, die Mitte der sechziger Jahre die Leichtathletik revolutionierte, war den Leichtathleten ursprünglich gar nicht zugedacht. Amerikanische Rennstallbesitzer hatten von Kunststoffherstellern einen Rennbahnbelag entwickeln lassen, der unabhängig von Temperaturschwankungen und über alle Witterungseinflüsse hinweg einen ganzjährigen Rennbetrieb ermöglichen sollte. Doch für Pferdebeine in stürmischem Trab hatte der Belag, den man anfangs Tartan nannte, einen zu starken Rückstoßeffekt. Zufällig saß in der Entwicklungsabteilung der Fabrikanten ein alter Leichtathlet, und so kam, was Pferdehufen nicht zuträglich war, irgendwie den Athleten unter die Füße. [Die Zeit, 13.08.1993]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Tartan“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tartan#2>, abgerufen am 19.10.2021.

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