Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Tasse, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Tasse · Nominativ Plural: Tassen
Aussprache 
Worttrennung Tas-se (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Tasse‹ als Erstglied: Tassenbrett · Tassenkopf · Tassenrand · Tässchen · tassenfertig
 ·  mit ›Tasse‹ als Letztglied: Henkeltasse · Kaffeetasse · Mokkatasse · Obertasse · Porzellantasse · Sammeltasse · Schnabeltasse · Steinguttasse · Suppentasse · Teetasse
eWDG

Bedeutung

becherförmiges oder schalenförmiges Trinkgefäß, das mit einem Henkel versehen ist (und die dazugehörige Untertasse)
Beispiele:
eine Tasse aus Porzellan, Steingut
Kakao in die Tasse gießen, Zucker in die Tasse schütten
die Tasse vollschenken
Milch aus der Tasse trinken
möchtest du noch ein Tässchen Kaffee?
trink deine Tasse (= die darin enthaltene Flüssigkeit) aus!
sie besitzt eine kostbare chinesische, Meißner Tasse
du musst noch die Tassen auf den Tisch stellen
salopp, übertragen
Beispiele:
hoch die Tassen! (= Aufforderung zum Schnapstrinken)
umgangssprachlichdu hast wohl nicht alle Tassen im Schrank? (= bist wohl nicht recht bei Verstand?)
umgangssprachlicher ist eine trübe Tasse (= er ist langweilig, mit ihm ist nichts anzufangen)
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tasse f. ‘Trinkgefäß mit einem Henkel’, Übernahme (16. Jh.) von gleichbed. afrz. frz. tasse, einer Entlehnung aus arab. ṭassa ‘Napf’. Auf ebenfalls aus dem Arab. stammendem ital. tazza beruhen Tatse (Stieler 1691) sowie bair. Tatz(e), Tatzl.

Thesaurus

Synonymgruppe
Tasse · Trinkschale  ●  Haferl  ugs., österr., bayr. · Häferl  ugs., österr.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Tasse‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tasse‹.

Verwendungsbeispiele für ›Tasse‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da kommt zu drei Vierteln Milch nur ein Viertel Kaffee in die Tasse. [o. A.: Die grosse Welt der Getränke, Hamburg: Tschibo Frisch-Röst-Kaffee Max Herz 1977, S. 265]
Auch das Abwinkeln der Tasse über dem Teller gilt als unfachlich. [Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 337]
Der Mann habe, hieß es, nicht alle Tassen im Schrank. [Die Zeit, 23.03.2000, Nr. 13]
Obwohl es draußen dunkel ist, zeigt die Uhr erst halb fünf nachmittags, beste Zeit für eine gepflegte Tasse Tee. [Die Zeit, 26.01.1996, Nr. 5]
Mit der dampfenden Tasse in der Hand stellte er sich ans Fenster. [Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 147]
Zitationshilfe
„Tasse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tasse>.

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