Tattoo, das oder der

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Tattoos · Nominativ Plural: Tattoos
Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tattoos · Nominativ Plural: Tattoos
Aussprache  [tæˈtuː] · [taˈtoː]
Worttrennung Tat-too
Herkunft aus gleichbedeutend tattooengl zu tataupolynes ‘tätowieren; eintätowiertes Zeichen’, wohl aus wohl zu ta‑polynes ‘schlagen’ und ‑taupolynes ‘Zeichen, Muster, Bilder’
DWDS-Vollartikel, 2020

Bedeutung

Ein Tattoo
Ein Tattoo
(Ta2man, CC0)
mit Hilfe von Nadeln und Tinte in die Haut gestochene Zeichnung
Synonym zu Tätowierung (2)
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: großflächige, auffällige, magische, wilde, bunte, kunstvolle Tattoos
als Akkusativobjekt: ein Tattoo stechen, tragen, zeigen, präsentieren, entfernen
hat Präpositionalgruppe/-objekt: ein Tattoo auf dem Oberarm, Rücken, am Unterarm, auf der Wade
in Koordination: Piercings, Ringe und Tattoos
Beispiele:
Kobold ist ein kleiner, älterer Mann mit etwas längerem grauem Haar. Er trägt ein selbst gestochenes Tattoo am Unterarm, es ist ein Herz aus schwarzer Tinte. [Die Zeit, 02.11.2007 (online)]
Der Hobby‑Tätowierer versprach den Fans nach dem Aufstieg, kostenlos ein Tattoo zu stechen. [Bild, 09.07.2019]
Trotzdem hat der Kunde bei einer Entzündung oder bei einem Kunstfehler die Möglichkeit, juristisch gegen den Tätowierer vorzugehen und ihn auf Schadensersatz in Form von Schmerzensgeld oder auf eine Entfernung des Tattoos zu verklagen. [Die Welt, 29.05.2017]
Tattoos sind unter jungen Menschen Mode, das gilt erst recht bei der Bundeswehr, wo die in die Haut gestochenen Bilder und Symbole oft eine Erinnerung an einschneidende Erlebnisse im Kampfeinsatz sind. [Der Spiegel, 28.07.2014, Nr. 31]
Auch die Verwendung verunreinigter Instrumente für Tattoos und Piercings ist riskant. Von ambulanter Tätowierung an ägyptischen Stränden oder in marokkanischen Urlaubsdomizilen ist dringend abzuraten. [Die Zeit, 01.08.2011, Nr. 31]
Er trägt das Haar kurz und brav, und er ist akkurat rasiert; so fällt er auf in einem Team, das beherrscht wird von Ziegenbärten und Tattoos. [Berliner Zeitung, 21.09.2004]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tattoo1 n. ‘festliche Militärmusik’ (mit Schaueffekt), Übernahme (2. Hälfte 20. Jh.) von gleichbed. engl. tattoo, älter tap-too (18. Jh.), eigentlich ‘Zapfen zu’; zur Herkunft s. ↗Zapfen, ↗Zapfenstreich.

Tattoo2 n. m. ‘Tätowierung’, in die Haut eingebrachte kolorierte Zeichen oder Muster, Übernahme (Ende 20. Jh.) von gleichbed. engl. tattoo, älter tattow, tattaw (18. Jh.); zur weiteren Herkunft s. ↗tätowieren.

Thesaurus

Synonymgruppe
Tattoo · Tatuierung · ↗Tätowierung  ●  Peckerl  ugs., österr. · Tatauierung  fachspr.
Unterbegriffe
  • Steißbeintattoo · Steißbeintätowierung  ●  ↗Arschgeweih  derb, scherzhaft-ironisch · Arschvignette  derb, österr. · Schlampenstempel  derb

Typische Verbindungen zu ›Tattoo‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tattoo‹.

Zitationshilfe
„Tattoo“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tattoo#1>, abgerufen am 07.08.2020.

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Tattoo, der oder das

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tattoos · Nominativ Plural: Tattoos
Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Tattoos · Nominativ Plural: Tattoos
Aussprache  [tæˈtuː] · [taˈtoː]
Worttrennung Tat-too
Herkunft über gleichbedeutend tattooengl aus taptoenl ‘Zapfenstreich’ (wörtlich ‘Zapfen zu’)
DWDS-Vollartikel, 2020

Bedeutung

große, feierliche, von Militärmusik geprägte Veranstaltung
Beispiele:
Fast 260.000 Interessierte haben in der vergangenen Woche Vorstellungen des Militärmusikfestivals Basel Tattoo besucht, davon verfolgte die Hälfte die Parade. [Neue Zürcher Zeitung, 24.07.2011]
Jeden Nachmittag fahren Reisebusse voller Militärkapellen hoch zum Edinburgh Castle, zum Tattoo, dem allabendlichen festlichen Zapfenstreich. [Süddeutsche Zeitung, 17.08.2017]
Ausgehend vom Grosserfolg der Basel Tattoos im vergangenen und in diesem Jahr, zündeten nicht weniger als sieben Formationen auf der leer geräumten Bühne ein Feuerwerk aus Musik und Bewegung. [Neue Zürcher Zeitung, 01.10.2007]
Tattoo kommt vom holländischen »Tap toe«. Gemeint war damit der Bierhahn. Wenn kein Bier mehr ausgeschenkt wurde, spielte man eine kleine Melodie, die den Zapfenstreich anzeigte[…]. [Spiegel, 26.03.2004 (online)]
Am Abend wird sie in der Deutschlandhalle an einer großen Musikshow der britischen Streitkräfte teilnehmen. Es ist das letzte »Tattoo« vor dem für 1994 geplanten Abzug der britischen Soldaten aus Berlin. [die tageszeitung, 21.10.1992]
Im Hof der Burg zur Sommerszeit jeden Abend der berühmte Tattoo, schottische Militärmusik‑Schau mit Dutzenden von Kapellen, viel Dudelsäcken und Trommeln, Bärenmutzen und Schottenröcken, laut‑wehmütiger Nachhall auf britische Commnnwealth‑Herrlichkeit, Anziehung aller Touristen. [Berliner Zeitung, 02.09.1970]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tattoo1 n. ‘festliche Militärmusik’ (mit Schaueffekt), Übernahme (2. Hälfte 20. Jh.) von gleichbed. engl. tattoo, älter tap-too (18. Jh.), eigentlich ‘Zapfen zu’; zur Herkunft s. ↗Zapfen, ↗Zapfenstreich.

Tattoo2 n. m. ‘Tätowierung’, in die Haut eingebrachte kolorierte Zeichen oder Muster, Übernahme (Ende 20. Jh.) von gleichbed. engl. tattoo, älter tattow, tattaw (18. Jh.); zur weiteren Herkunft s. ↗tätowieren.
Zitationshilfe
„Tattoo“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tattoo#2>, abgerufen am 07.08.2020.

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