Taube, die
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Taube · Nominativ Plural: Tauben
Aussprache
WorttrennungTau-be (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Taube‹ als Erstglied: ↗Taubenei · ↗Taubeneinfalt · ↗Taubenfuß · ↗Taubenhaus · ↗Taubenkobel · ↗Taubenpaar · ↗Taubenpost · ↗Taubenschießen · ↗Taubenschlag · ↗Taubenschwänzchen · ↗Taubensport · ↗Taubenvogel · ↗Taubenzucht · ↗Taubenzüchter · ↗Tauber · ↗Täubchen · ↗Täuber · ↗Täubin · ↗taubenblau · ↗taubengrau
 ·  mit ›Taube‹ als Letztglied: ↗Brieftaube · ↗Friedenstaube · ↗Haustaube · ↗Hohltaube · ↗Kropftaube · ↗Lachtaube · ↗Ringeltaube · ↗Schautaube · ↗Sporttaube · ↗Tontaube · ↗Turteltaube · ↗Türkentaube · ↗Wildtaube · ↗Wurftaube · ↗Zuchttaube
 ·  Ableitungen von ›Taube‹: ↗Tauberich · ↗Täuberich
eWDG, 1976

Bedeutung

Vogel mit kleinem Kopf, kurzem Hals und niedrigen Beinen, dessen Schnabel in der Spitze etwas gebogen und an den Nasenlöchern blasig aufgetrieben ist und der wegen seines zarten Fleisches auch als Haustier gehalten wird
Beispiele:
gebratene, gefüllte Tauben
die Tauben girren, gurren
die beiden Tauben schnäbeln sich
die Tauben füttern
eine Taube braten
sie ist sanft wie eine Taube
sprichwörtlich ein Sperling in der Hand ist besser als eine Taube auf dem Dach (= es ist besser, sich mit etw. Geringerem zufriedenzugeben, als nach etw. zu verlangen, was man nicht bekommen kann)
übertragen
Beispiele:
salopp die gebratenen Tauben fliegen einem nicht ins Maul (= jeder muss sich anstrengen)
umgangssprachlich, vertraulich mein Täubchen (= Anrede einer weiblichen Person)
bildende Kunst Sinnbild des Friedens
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Taube · Tauber · Täuber · Tauberich · Täuberich
Taube f. Die Herkunft des gemeingerm. Vogelnamens ist nicht sicher geklärt. Ahd. tūba (8. Jh.), mhd. tūbe, asächs. dūҍa, mnd. mnl. dūve, nl. duif, mengl. (aus dem Anord.) d(o)uve, dofe, engl. dove, anord. dūfa, schwed. duva, got. in hraiwadūbō ‘Turteltaube’, eigentl. ‘Leichentaube’, führen auf germ. *dūҍōn, das im allgemeinen mit air. dub (aus *dhubhu-) ‘schwarz’, gleichbed. akymr. dub (aus *dheubh-) zur Labialerweiterung ie. *dheubh-, *dhūbh- ‘stieben, rauchen; neblig, verdunkelt’ der Wurzel ie. *dheu-, *dheu̯ə- (s. ↗taub) gestellt wird, so daß Taube nach dem rauchfarbenen Gefieder als ‘die Dunkle’ gedeutet wird. Gestützt wird dieses Benennungsmotiv durch griech. péleia (πέλεια) ‘wilde Taube’, zu griech. peliós (πελιός) ‘dunkelfarbig, blauschwarz, fahl’. Da das betreffende Farbadjektiv allein im Kelt., nicht aber in den germ. Sprachen nachzuweisen ist, hält Suolahti Vogelnamen (1909) 206 ff. eine lautnachahmende Bildung für wahrscheinlicher; allerdings läßt diese Deutung den Konsonantismus des Wortes ungeklärt, da bei Schallbildungen gewöhnlich Liquiden und Velare auftreten. de Vries Nl. 142 schließt daher die Möglichkeit eines Substratwortes nicht aus. Tauber, Täuber m. ‘männliche Taube’, mhd. tūber (14. Jh.), vgl. mnd. dǖver, düffer, mnl. dūver, nl. doffer; Tauberich, Täuberich m. (16. Jh.), gebildet nach ↗Enterich (s. d.); vgl. mnd. dūverich, dūverinc, mnl. dūveri(n)c.
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blinden Dach Enten Falken Fasane Füttern Gras Gurren Gänse Hühner Kaninchen Krähen Möwen Ratten Schwärme Spatzen Taube Wachteln flattern füttern gebratenen gurren gurrenden nisten picken silberne weiße zahmen züchtet Ölzweig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Taube‹.

Zitationshilfe
„Taube“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Taube#1>, abgerufen am 22.01.2018.

Weitere Informationen …

Taube, der oder die
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tauben · Nominativ Plural: Tauben
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Tauben · Nominativ Plural: Tauben
WorttrennungTau-be (computergeneriert)
Ableitung vontaub
DWDS-Vollartikel, 2012

Bedeutung

umgangssprachlich Gehörlose, Gehörloser
Beispiel:
sich mit einer Tauben, einem Tauben in Gebärdensprache unterhalten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Taube · Tauber · Täuber · Tauberich · Täuberich
Taube f. Die Herkunft des gemeingerm. Vogelnamens ist nicht sicher geklärt. Ahd. tūba (8. Jh.), mhd. tūbe, asächs. dūҍa, mnd. mnl. dūve, nl. duif, mengl. (aus dem Anord.) d(o)uve, dofe, engl. dove, anord. dūfa, schwed. duva, got. in hraiwadūbō ‘Turteltaube’, eigentl. ‘Leichentaube’, führen auf germ. *dūҍōn, das im allgemeinen mit air. dub (aus *dhubhu-) ‘schwarz’, gleichbed. akymr. dub (aus *dheubh-) zur Labialerweiterung ie. *dheubh-, *dhūbh- ‘stieben, rauchen; neblig, verdunkelt’ der Wurzel ie. *dheu-, *dheu̯ə- (s. ↗taub) gestellt wird, so daß Taube nach dem rauchfarbenen Gefieder als ‘die Dunkle’ gedeutet wird. Gestützt wird dieses Benennungsmotiv durch griech. péleia (πέλεια) ‘wilde Taube’, zu griech. peliós (πελιός) ‘dunkelfarbig, blauschwarz, fahl’. Da das betreffende Farbadjektiv allein im Kelt., nicht aber in den germ. Sprachen nachzuweisen ist, hält Suolahti Vogelnamen (1909) 206 ff. eine lautnachahmende Bildung für wahrscheinlicher; allerdings läßt diese Deutung den Konsonantismus des Wortes ungeklärt, da bei Schallbildungen gewöhnlich Liquiden und Velare auftreten. de Vries Nl. 142 schließt daher die Möglichkeit eines Substratwortes nicht aus. Tauber, Täuber m. ‘männliche Taube’, mhd. tūber (14. Jh.), vgl. mnd. dǖver, düffer, mnl. dūver, nl. doffer; Tauberich, Täuberich m. (16. Jh.), gebildet nach ↗Enterich (s. d.); vgl. mnd. dūverich, dūverinc, mnl. dūveri(n)c.
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blinden Dach Enten Falken Fasane Füttern Gras Gurren Gänse Hühner Kaninchen Krähen Möwen Ratten Schwärme Spatzen Taube Wachteln flattern füttern gebratenen gurren gurrenden nisten picken silberne weiße zahmen züchtet Ölzweig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Taube‹.

Zitationshilfe
„Taube“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Taube#2>, abgerufen am 22.01.2018.

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