Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Taucher, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tauchers · Nominativ Plural: Taucher
Aussprache 
Worttrennung Tau-cher
Wortzerlegung tauchen -er
Wortbildung  mit ›Taucher‹ als Erstglied: Taucheranzug · Taucherausrüstung · Taucherbrille · Taucherflosse · Taucherglocke · Taucherhelm · Taucherin · Taucherkammer · Tauchermaske · Taucheruhr
 ·  mit ›Taucher‹ als Letztglied: Apnoetaucher · Eistaucher · Halbtaucher · Haubentaucher · Krabbentaucher · Lappentaucher · Minentaucher · Papageientaucher · Papageitaucher · Perlentaucher · Rothalstaucher · Schwammtaucher · Seetaucher · Sporttaucher · Stoßtaucher · Sturmtaucher · Tiefseetaucher · Wracktaucher · Zwergtaucher
eWDG

Bedeutungen

1.
jmd., der sich unter kurzfristigem Anhalten der Atemluft oder mittels künstlicher Zuführung von Sauerstoff unter der Wasseroberfläche fortbewegt
Beispiel:
der Taucher beobachtete seltene Fische, entdeckte ein gesunkenes Schiff, filmte das Korallenriff
jmd., der in einem Taucheranzug unter der Wasseroberfläche technische Arbeiten ausführt
Beispiel:
mehrere Taucher reparierten das Leck am Schiffsrumpf, den Schaden am Brückenpfeiler, entschärften die Bombe auf dem Wassergrund
2.
Schwimmvogel, der sehr gut taucht und nur schlecht fliegt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

tauchen · Taucher · Düker
tauchen Vb. ‘unter die Wasseroberfläche gehen, sich unter Wasser fortbewegen, in Wasser, in eine Flüssigkeit stecken, hineinhalten’. Die Herkunft der westgerm. Verben ahd. -tūhhan (vgl. firtūhhan ‘in Vergessenheit versinken’, um 1000, intūhhan ‘eintauchen’, 11. Jh.), mhd. tūchen, touchen, mnd. mnl. dūken, nl. duiken, engl. to duck (vgl. aengl. duce, dūce, engl. duck ‘Ente’, eigentlich ‘Taucher’) ist ungeklärt; über eine mögliche Verbindung mit dem unter tief (s. d.) behandelten Adjektiv s. das Intensivum ducken. Ursprünglich (so noch im Ahd.) ist tauchen ein starkes Verb. Im Mhd. Mnd. Mnl. stehen neben den schwachen noch starke Formen, vgl. das Präteritum mnd. updōk oder das Part. Prät. mhd. betochen ‘(mit Blut) bedeckt’. Außerhalb des Hd. bedeuten die Verben auch ‘sich ducken, beugen’ bzw. ‘sich verbergen’. Taucher m. ‘tauchender Wasservogel’, ahd. tūhhāri (um 800, daneben tūhhil, 10. Jh.), mhd. tūchære, tūcher; vgl. asächs. dukār, mnd. dǖker, dūker, mnl. dūkere, nl. duiker. Nhd. Taucher in der Bedeutung ‘wer taucht, wer sich unter der Wasseroberfläche fortbewegt oder dort technische Arbeiten ausführt’ seit dem 16. Jh. Als Fachwort aus dem Nd. Düker m. Unterführung einer Rohrleitung unter einer Straße, einem Wasserlauf, einer Gleisanlage u. dgl. (20. Jh.), entsprechend nd. Düker ‘Taucher’ (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
Taucher  ●  Froschmann  ugs.
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Taucher · Tauchkolben

Typische Verbindungen zu ›Taucher‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Taucher‹.

Verwendungsbeispiele für ›Taucher‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die nächsten Einsätze der Taucher würden zeigen, wie das gehen könne. [Die Zeit, 06.10.2013, Nr. 41]
Trotzdem suchten Taucher das Meer um das Boot nach weiteren Toten ab. [Die Zeit, 10.08.2013, Nr. 33]
Andererseits, sagt Alex, muss man sich als Taucher nicht vor ihnen fürchten. [Süddeutsche Zeitung, 02.12.2003]
Welches Licht wirft das auf den toten Taucher im Baum? [Süddeutsche Zeitung, 29.08.2003]
Sie sind jetzt stillgelegt, es bleibt die Gewinnung des Goldes durch die Taucher. [Süddeutsche Zeitung, 06.04.2002]
Zitationshilfe
„Taucher“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Taucher>.

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