Tauchsieder, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tauchsieders · Nominativ Plural: Tauchsieder
Aussprache
WorttrennungTauch-sie-der (computergeneriert)
WortzerlegungtauchenSieder
eWDG, 1976

Bedeutung

elektrisches Gerät zum raschen Erhitzen kleinerer Mengen Wasser, dessen Spirale am unteren Ende in die Flüssigkeit getaucht wird
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sieden · hartgesotten · Tauchsieder · Siedehitze · Siedepunkt
sieden Vb. ‘wallen, kochen’, ahd. siodan (9. Jh.; vgl. ungisotan Part. Prät., 8. Jh.), mhd. sieden, mnd. sēden, mnl. sieden, nl. zieden, afries. siātha aengl. sēoþan, engl. to seethe, anord. sjōða, schwed. sjuda (germ. *seuþan). Als ablautende Bildungen sind verwandt (mit kurzem Vokal) die unter ↗Sud (s. d.) und (mit langem Vokal bzw. Diphthong) die unter ↗Sodbrennen (s. d.) angegebenen Formen sowie anord. seyðir ‘Kochfeuer’, seyðr ‘Wirbelstrom’, sauðr ‘Schaf’ (eigentlich ‘was gekocht wird’), got. sauþs ‘(Brand)opfer’. Außergerm. vergleichen sich lit. siaũsti ‘(herum)tollen, aussgelassen sein, toben, wüten, branden, wogen’, auch ‘schlagen, werfen, (Getreide) worfeln, die Spreu vom Korn sondern’, russ.-kslaw. šutъ ‘Narr’, russ. šut (шут) ‘Narr, Possenreißer’, šutít’ (шутить) ‘Spaß machen, scherzen’, so daß sich ie. *seut- ‘heftig bewegt sein’ und (für das Germ.) ‘brodeln, sieden’ erschließen läßt. In fester Verbindung hartgesotten Part.adj. ‘hartgekocht’, übertragen (Ende 18. Jh.) ‘seelisch abgestumpft, unempfindlich’. Tauchsieder m. ‘in Wasser zu dessen Erhitzung einzutauchender Heizkörper’ (20. Jh.). Siedehitze f. Siedepunkt m. ‘Temperatur, bei der Wasser siedet, kocht’ (beide 19. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er werde notfalls "mit dem Tauchsieder" nachhelfen, schlug Hans Globke seinem Chef vor.
Süddeutsche Zeitung, 16.12.2003
Das Wasser im Tauchsieder kochte schon seit geraumer Zeit, aber Hans rührte sich nicht.
Franck, Julia: Lagerfeuer, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2003, S. 242
Er findet zwei Näpfe für Tee; mit dem Tauchsieder erhitzt er Wasser.
Die Zeit, 29.03.1985, Nr. 14
In den fünfziger Jahren kamen Brotröster, Tauchsieder, Wasserkocher und Heißwasserspeicher dazu.
Tippach-Schneider, Sabine: Das große Lexikon der DDR-Werbung, Berlin: Schwarzkopf & Schwarzkopf 2002, S. 81
Die Versetzung besonders schlagkräftiger Schließer und die Nachrüstung der Zellen mit Tauchsieder und Fernseher sind ein Versuch, das gewünschte Ziel zu erreichen.
konkret, 1994
Zitationshilfe
„Tauchsieder“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tauchsieder>, abgerufen am 16.11.2018.

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