Taufname, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungTauf-na-me
WortzerlegungtaufenName
eWDG, 1976

Bedeutung

veraltend in der Taufe gegebener vollständiger Vorname
Beispiel:
Tilda, mit Taufnamen Mathilde, war Verkäuferin [StrittmatterWundertäter202]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

taufen · Taufe · Täufer · Täufling · Taufname
taufen Vb. ‘an jmdm. die christliche Taufe vollziehen’ (durch Besprengen des Kopfes mit geweihtem Wasser, anfangs, verschiedentlich noch heute, durch Eintauchen des ganzen Körpers in Wasser), ‘einen Namen geben’. Das gemeingerm. Verb ahd. toufen (um 800), mhd. toufen, töufen ‘untertauchen, taufen’, asächs. dōpian, mnd. dȫpen ‘tauchen, taufen’, mnl. dōpen, nl. dopen, aengl. dēopian ‘untertauchen’, schwed. döpa ‘taufen’, got. daupjan ‘eintauchen, taufen’ ist (ablautendes) Faktitivum (eigentlich ‘tief machen’, d. h. ‘ein-, untertauchen’) zu dem unter ↗tief (s. d.) behandelten Adjektiv. Die Verwendung des Verbs im christlichen Sinne geht von got. daupjan aus, womit Wulfila griech. baptízein (βαπτίζειν) ‘wiederholt ein-, untertauchen’, kirchensprachlich ‘taufen’ wiedergibt, Erweiterung von griech. báptein (βάπτειν) ‘untertauchen’; vgl. spätlat. baptizāre ‘beträufeln’, kirchenlat. ‘taufen’. Durch gotische Arianer oder griechische Kaufleute dringt das got. Verb donauaufwärts (5. Jh.) ins Bair., von wo aus es sich im Kontinentalgerm. weiter verbreitet. Ihm stehen eigene Bezeichnungen in aengl. fulwian ‘taufen’ und anord. skīra ‘reinigen, taufen’ gegenüber. Taufe f. ‘Sakrament zur Aufnahme des Täuflings in die Gemeinschaft der Christen, feierliche Namensgebung’, ahd. toufī (8. Jh.), touf (9. Jh.), toufa (bair. 11. Jh.), mhd. touf(e), asächs. dōpi, mnd. dȫpe, mnl. dōpe, nl. doop, got. daupeins; nach griech. (kirchensprachlich) báptisma (βάπτισμα) ‘Taufe’. Täufer m. ‘wer tauft’, ahd. toufāri (9. Jh.), mhd. toufære, toufer. Täufling m. ‘wer getauft wird’ (16. Jh.). Taufname m. ‘in der Taufe gegebener Name, Vorname’, mhd. toufname.

Thesaurus

Synonymgruppe
Rufname · Taufname  ●  ↗Vorname  Hauptform
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hier brach ungeachtet eines harmlosen Taufnamens das Temperament einer Rebellin durch.
Die Zeit, 04.07.1969, Nr. 27
Sie nannte sich nach dem Erscheinen ihres Romans Elizabeth's Garden, der ein Bestseller wurde, Elizabeth statt Mary Annette Beauchamp, ihres Taufnamens.
Die Zeit, 24.03.2004, Nr. 13
Zitationshilfe
„Taufname“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Taufname>, abgerufen am 19.06.2019.

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