Techniker, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Technikers · Nominativ Plural: Techniker
Aussprache
WorttrennungTech-ni-ker (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
WortzerlegungTechnik-er
Wortbildung mit ›Techniker‹ als Erstglied: ↗Technikerin  ·  mit ›Techniker‹ als Letztglied: ↗Agrotechniker · ↗Besamungstechniker · ↗Chemotechniker · ↗Datentechniker · ↗Fernmeldetechniker · ↗Fernsehtechniker · ↗Gartenbautechniker · ↗Holztechniker · ↗Kinotechniker · ↗Radartechniker · ↗Rundfunktechniker · ↗Textiltechniker · ↗Tontechniker · ↗Verfahrenstechniker · ↗Vermessungstechniker · ↗Zahntechniker · ↗Zootechniker
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
jmd., der auf einem Gebiet der Technik
a)
an einer Fachschule ausgebildet ist
Beispiel:
er war ein guter Techniker
b)
eine wissenschaftliche Ausbildung an einer technischen Hochschule erhalten hat
2.
jmd., der auf einem beliebigen Gebiet das erlernbare, methodische, mechanische Vorgehen, Verfahren, die Gesetzmäßigkeiten des spezifischen Handelns, die Kunstgriffe beherrscht
Beispiel:
bei dem Meisterschaftsspiel bewies der Mittelstürmer erneut, dass er ein hervorragender Techniker des Fußballs ist
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Technik · technisch · Techniker · Technologie · Technologe
Technik f. zusammenfassende Bezeichnung für die Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse für die menschliche Gesellschaft, die dazu nötigen Methoden, Verfahrensweisen, Geräte und Arbeitsmittel; auch ‘Kunstfertigkeit, Geschicklichkeit’. Von griech. téchnē (τέχνη) ‘Kunst, Kunstfertigkeit, Geschick, Handwerk, Gewerbe’ ist abgeleitet griech. technikós (τεχνικός) ‘kunstvoll, kunstverständig, vernünftig, verstandesmäßig, wissenschaftlich, sachgerecht, fachmännisch, listig’. Dazu bzw. zu entlehntem lat. techna ‘der durchtriebene Streich (eines Sklaven)’, mlat. tec(h)na, tegna ‘Handwerks-, Kunstbetrieb, Gewerbe, Kunstfertigkeit’ und substantiviertem lat. technicus ‘Lehrer einer Kunst(fertigkeit)’ bildet die Gelehrtensprache das Substantiv nlat. technica (Neutr. Plur. bzw. Fem. Sing.) ‘Kunstwesen, -dinge, Anweisung zur Ausübung einer Kunst oder Wissenschaft, Gewerbe-, Handwerkslehre’; vgl. im Dt. zuerst Hydrotechnica ‘Wasserbaukunst’ (1724), Technica (1744), danach Technik (Kant 1781). Daneben gleichbed. Technie f. (18. und 19. Jh.), vor allem in der Zusammensetzung Pyrotechnia, Pyrotechnie ‘(artilleristische) Feuerwerkskunst, Feuerwerkerei’, Zymotechnia, -technie ‘Gärungschemie’. technisch Adj. ‘die Technik betreffend, auf ihr beruhend, in der Technik gebräuchlich, fachgemäß’ (1. Hälfte 18. Jh.), zuvor in latinisierter, dem Griech. (s. oben) folgender Form technicus (Mitte 17. Jh.; vgl. Terminus technicus, seit 1668). Techniker m. (2. Hälfte 18. Jh.); zuvor Technicus (1. Hälfte 17. Jh.). Technologie f. Wissenschaft von der Umwandlung der Roh- und Werkstoffe in Fertigprodukte und Gebrauchsgegenstände, Lehre von den in der Technik angewendeten und anwendbaren Arbeits- und Produktionsverfahren (1. Hälfte 18. Jh.), griech. technología (τεχνολογία) ‘kunstgemäße Behandlung, Aufstellung von Regeln für wissenschaftliche Behandlung, wissenschaftlich aufgestellte Regel’ (s. ↗-logie); anfangs ‘Gesamtheit, Systematik der Fachwörter, Lehre von den Fachwörtern, Terminologie(lehre)’, dann ‘Wissenschaft von den Gewerben, Handwerkswissenschaft, Gewerbekunde’ (2. Hälfte 18. Jh.), später mit Ausbreitung der modernen Technik im 19. Jh. zunehmend im oben angeführten Sinne. Technologe m. (2. Hälfte 18. Jh.).
Zitationshilfe
„Techniker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Techniker>, abgerufen am 27.05.2019.

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