Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Technologe, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Technologen · Nominativ Plural: Technologen
Aussprache 
Worttrennung Tech-no-lo-ge
Wortzerlegung techno- -loge
Wortbildung  mit ›Technologe‹ als Letztglied: Milchtechnologe
Herkunft Technologie
eWDG

Bedeutung

wissenschaftlich ausgebildeter Fachmann auf einem Gebiet der Technologie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Technik · technisch · Techniker · Technologie · Technologe
Technik f. zusammenfassende Bezeichnung für die Anwendung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse für die menschliche Gesellschaft, die dazu nötigen Methoden, Verfahrensweisen, Geräte und Arbeitsmittel; auch ‘Kunstfertigkeit, Geschicklichkeit’. Von griech. téchnē (τέχνη) ‘Kunst, Kunstfertigkeit, Geschick, Handwerk, Gewerbe’ ist abgeleitet griech. technikós (τεχνικός) ‘kunstvoll, kunstverständig, vernünftig, verstandesmäßig, wissenschaftlich, sachgerecht, fachmännisch, listig’. Dazu bzw. zu entlehntem lat. techna ‘der durchtriebene Streich (eines Sklaven)’, mlat. tec(h)na, tegna ‘Handwerks-, Kunstbetrieb, Gewerbe, Kunstfertigkeit’ und substantiviertem lat. technicus ‘Lehrer einer Kunst(fertigkeit)’ bildet die Gelehrtensprache das Substantiv nlat. technica (Neutr. Plur. bzw. Fem. Sing.) ‘Kunstwesen, -dinge, Anweisung zur Ausübung einer Kunst oder Wissenschaft, Gewerbe-, Handwerkslehre’; vgl. im Dt. zuerst Hydrotechnica ‘Wasserbaukunst’ (1724), Technica (1744), danach Technik (Kant 1781). Daneben gleichbed. Technie f. (18. und 19. Jh.), vor allem in der Zusammensetzung Pyrotechnia, Pyrotechnie ‘(artilleristische) Feuerwerkskunst, Feuerwerkerei’, Zymotechnia, -technie ‘Gärungschemie’. technisch Adj. ‘die Technik betreffend, auf ihr beruhend, in der Technik gebräuchlich, fachgemäß’ (1. Hälfte 18. Jh.), zuvor in latinisierter, dem Griech. (s. oben) folgender Form technicus (Mitte 17. Jh.; vgl. Terminus technicus, seit 1668). Techniker m. (2. Hälfte 18. Jh.); zuvor Technicus (1. Hälfte 17. Jh.). Technologie f. Wissenschaft von der Umwandlung der Roh- und Werkstoffe in Fertigprodukte und Gebrauchsgegenstände, Lehre von den in der Technik angewendeten und anwendbaren Arbeits- und Produktionsverfahren (1. Hälfte 18. Jh.), griech. technología (τεχνολογία) ‘kunstgemäße Behandlung, Aufstellung von Regeln für wissenschaftliche Behandlung, wissenschaftlich aufgestellte Regel’ (s. -logie); anfangs ‘Gesamtheit, Systematik der Fachwörter, Lehre von den Fachwörtern, Terminologie(lehre)’, dann ‘Wissenschaft von den Gewerben, Handwerkswissenschaft, Gewerbekunde’ (2. Hälfte 18. Jh.), später mit Ausbreitung der modernen Technik im 19. Jh. zunehmend im oben angeführten Sinne. Technologe m. (2. Hälfte 18. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Technologe‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Technologe‹.

Verwendungsbeispiele für ›Technologe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn ein Land auf diese Weise reagiert, dass neue Technologien Veränderungen mit sich bringen, dann könnten Technologen lieber anderswo arbeiten wollen. [Die Zeit, 01.11.2010, Nr. 44]
Die Übergänge seien doch fließend, sagen die Technologen der ungeteilten Macht. [Die Zeit, 13.11.2000, Nr. 46]
Apel dagegen ist Technologe; von ihm ist zu erwarten, daß er den objektiven Gesetzen in der Wirtschaft mehr Beachtung schenken wird. [Die Zeit, 21.01.1963, Nr. 03]
Aber wir haben uns schon sehr weit angenähert, im Management, in der Unternehmensführung, in der Technologe. [Süddeutsche Zeitung, 22.02.2003]
Wer pfiffige Technologen und Neuerer als Nachbarn hat, der ist es doppelt. [Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 32]
Zitationshilfe
„Technologe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Technologe>.

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