Teich, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Teich(e)s · Nominativ Plural: Teiche
Aussprache
Wortbildung mit ›Teich‹ als Erstglied: ↗Teichfrosch · ↗Teichmolch · ↗Teichmuschel · ↗Teichrohrsänger · ↗Teichwirtschaft
 ·  mit ›Teich‹ als Letztglied: ↗Badeteich · ↗Dorfteich · ↗Ententeich · ↗Feuerlöschteich · ↗Fischteich · ↗Karpfenteich · ↗Klärteich · ↗Löschteich · ↗Parkteich · ↗Schlossteich · ↗Schwimmteich · ↗Stauteich
eWDG, 1976

Bedeutung

kleiner, in der Regel runder See ohne Abfluss, kleines stehendes Gewässer
Beispiele:
ein idyllisch (im Walde) gelegener Teich voller Seerosen
ein fischreicher, verschlammter Teich
ein künstlicher Teich
fachsprachlich künstlich angelegtes, entleerbares flaches Wasserbecken, besonders zur Fischzucht
umgangssprachlich, scherzhaft der große Teichdas Meer, besonders der Atlantik
Beispiele:
über den großen Teich reisen
jenseits des großen Teiches
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Teich m. ‘kleines stehendes Gewässer, Weiher’. Ahd. thīh (8. Jh.), mhd. tīch ‘Damm, kleines stehendes Gewässer’ konkurriert in der Bedeutung ‘Damm’ zunächst mit dem aus entsprechendem mnd. dīk ins Hd. vordringenden dīch, bis sich bedeutungsdifferenzierende Unterscheidung (endgültig erst im 18. Jh.) in ↗Deich ‘Schutzdamm’ (s. d.) und Teich ‘kleines stehendes Gewässer’ durchsetzt. Verwandt sind aengl. dīc ‘Graben, Damm’, engl. ditch ‘Graben’, mnl. dijc ‘Damm, Pfuhl’, nl. dijk ‘Damm’ sowie die ja-Erweiterung anord. dīki ‘Pfütze, Morast, Graben’. Außergerm. lassen sich lat. fīgere ‘anheften, hineinstecken’ und lit. díegas ‘Keim’, díegti ‘stecken, pflanzen, stechen’ verbinden, so daß eine Wurzel ie. *dhēig- ‘stechen, stecken, festsetzen’ und für die germ. Formen eine Ausgangsbedeutung ‘Ausstich’ anzunehmen ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
See · Teich · ↗Tümpel · ↗Weiher
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bach Ente Fisch Fluß Fontäne Frosch Goldfisch Karpfen Park Schwan See Seerose Springbrunnen Tümpel Wasserfall Wasserlauf Weiher angelegt angeln ausgetrocknet ertrinken fischen künstlich plätschern schwappen schwimmen trockenlegen versenken zufrieren zugefroren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Teich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Opfer lagen in einem Teich, der allerdings zu flach ist, um darin zu ertrinken.
Bild, 07.04.1999
So zog es die jungen amerikanischen Musiker in Scharen über den großen Teich.
Der Tagesspiegel, 12.04.1997
Zu dieser Zeit gibt es plötzlich viele Gänse auf unseren Teichen.
Lorenz, Konrad: Das Jahr der Graugans, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1990 [1979], S. 378
Er wisse einen angenehmen Platz unter hohen Bäumen an einem Teich, wo es schattig sei.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 6118
Ein großes Kreuz aus Eis wurde aus dem Teiche ausgesägt und aufgestellt.
Deussen, Paul: Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 23105
Zitationshilfe
„Teich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Teich>, abgerufen am 19.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Tegment
Tegmen
Tegel
Tefsir
Teflonpfanne
Teichbinse
Teichfischerei
Teichfrosch
Teichhuhn
Teichmolch