Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Teich, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Teich(e)s · Nominativ Plural: Teiche
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Teich‹ als Erstglied: Teichfrosch · Teichhuhn · Teichmolch · Teichmuschel · Teichrohrsänger · Teichrose · Teichufer · Teichwirtschaft
 ·  mit ›Teich‹ als Letztglied: Abwasserteich · Auflandungsteich · Badeteich · Dorfteich · Einsatzteich · Ententeich · Feuerlöschteich · Fischteich · Forellenteich · Froschteich · Karpfenteich · Klärteich · Löschteich · Parkteich · Schlossteich · Schwimmteich · Stauteich
Mehrwortausdrücke  der Große Teich
eWDG

Bedeutung

kleiner, in der Regel runder See ohne Abfluss, kleines stehendes Gewässer
Beispiele:
ein idyllisch (im Walde) gelegener Teich voller Seerosen
ein fischreicher, verschlammter Teich
ein künstlicher Teich
fachsprachlich künstlich angelegtes, entleerbares flaches Wasserbecken, besonders zur Fischzucht
umgangssprachlich, scherzhaft der große Teichdas Meer, besonders der Atlantik
Beispiele:
über den großen Teich reisen
jenseits des großen Teiches
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Teich m. ‘kleines stehendes Gewässer, Weiher’. Ahd. thīh (8. Jh.), mhd. tīch ‘Damm, kleines stehendes Gewässer’ konkurriert in der Bedeutung ‘Damm’ zunächst mit dem aus entsprechendem mnd. dīk ins Hd. vordringenden dīch, bis sich bedeutungsdifferenzierende Unterscheidung (endgültig erst im 18. Jh.) in Deich ‘Schutzdamm’ (s. d.) und Teich ‘kleines stehendes Gewässer’ durchsetzt. Verwandt sind aengl. dīc ‘Graben, Damm’, engl. ditch ‘Graben’, mnl. dijc ‘Damm, Pfuhl’, nl. dijk ‘Damm’ sowie die ja-Erweiterung anord. dīki ‘Pfütze, Morast, Graben’. Außergerm. lassen sich lat. fīgere ‘anheften, hineinstecken’ und lit. díegas ‘Keim’, díegti ‘stecken, pflanzen, stechen’ verbinden, so daß eine Wurzel ie. *dhēig- ‘stechen, stecken, festsetzen’ und für die germ. Formen eine Ausgangsbedeutung ‘Ausstich’ anzunehmen ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
See · Teich · Tümpel · Weiher
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Teich‹ (berechnet)

Fasanerie Ufer Wasser angelegt anlegen bredenbeker dethlinger entschlammen gespeist grossen idyllisch karower künstlich lakomaer linumer moritzburger ober-mooser obermooser reinheimer reinigen speisen steinbrücker sumpfig trockenlegen trüb zufrieren zugefroren zugewachsen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Teich‹.

Verwendungsbeispiele für ›Teich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er wisse einen angenehmen Platz unter hohen Bäumen an einem Teich, wo es schattig sei. [Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 6118]
Zu dieser Zeit gibt es plötzlich viele Gänse auf unseren Teichen. [Lorenz, Konrad: Das Jahr der Graugans, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1990 [1979], S. 378]
Jenseits des großen Teiches ist sie bereits doppelt so hoch. [C't, 1997, Nr. 10]
Freilich ist das ein künstliches Stück Garten, aber schließlich nicht künstlicher als ein Teich, den wir auch immer wieder ausräumen müssen. [Die Zeit, 19.12.1997, Nr. 52]
Mit einem Fuß im Teich peitschte er den Ball auf das Loch zu. [Der Spiegel, 09.08.1982]
Zitationshilfe
„Teich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Teich>.

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