Teig, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Teig(e)s · Nominativ Plural: Teige
Aussprache
Wortbildung mit ›Teig‹ als Erstglied: ↗Teigblatt · ↗Teigboden · ↗Teigdruck · ↗Teiggitter · ↗Teigkloß · ↗Teigknetmaschine · ↗Teigling · ↗Teigmaschine · ↗Teigmenge · ↗Teigmischmaschine · ↗Teigrolle · ↗Teigschüssel · ↗Teigware · ↗teigartig · ↗teigig
 ·  mit ›Teig‹ als Letztglied: ↗Backpulverteig · ↗Backteig · ↗Biskuitteig · ↗Blätterteig · ↗Brotteig · ↗Hefeteig · ↗Kartoffelteig · ↗Kloßteig · ↗Kuchenteig · ↗Mürbeteig · ↗Nudelteig · ↗Plunderteig · ↗Rührteig · ↗Salzteig · ↗Sauerteig · ↗Strudelteig
eWDG, 1976

Bedeutung

aus verschiedenen Zutaten bereitete knetbare, zähe Masse zum Backen, Kochen oder Braten
Beispiele:
ein zäher, sahniger, abgebackener Teig
ein Teig für Kuchen, Brot, Kartoffelpuffer, Beefsteaks, Fleischklößchen
ein Teig aus gehacktem Rind- und Schweinefleisch
ein Teig aus Weizenmehl, aus Zucker, Eiern und Butter
den Teig kneten, (an)rühren, schlagen, ausziehen, (aus)rollen
der Teig geht
Es werden also solche Brotsorten bevorzugt, deren Teige sich ... mechanisch verarbeiten lassen [Urania1960]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Teig · teig
Teig m. ‘aus Mehl und mehreren Zutaten bereitete knetbare Masse zum Backen von Brot, Kuchen oder zum Herstellen von Teigwaren’ (Nudeln), ahd. teig (9. Jh.), mhd. teic, mnd. dēch, mnl. deech, nl. deeg, aengl. dāg, engl. dough, anord. deig n., schwed. deg, got. daigs (germ. *daiga- m.) gehört zu einem in got. (schwundstufig) digan ‘kneten, aus Ton bilden’ belegten starken Verb. Verwandt sind außerdem anord. deigr ‘weich (von Metall)’, mhd. teic ‘weich, verfault’, nhd. teig Adj. ‘überreif’, mnd. dēch, mnl. deech ‘weich, gar’ sowie außergerm. (mit Nasalpräsens) griech. thingánein (θιγγάνειν) ‘mit der Hand berühren, antasten’, lat. fingere ‘kneten, formen, streicheln’ sowie aind. dēgdhi ‘verstreicht, reibt ein, verkittet’, griech. té͞ichos (τεῖχος) ‘Befestigungswerk, Ringmauer, Wall, Festung’, air. digen ‘fest’, lit. dýžti, díežti ‘abhäuten, abbalgen, auspeitschen’, russ. dežá (дежа) ‘Backtrog’. Erschließbar ist eine Wurzel ie. *dheig̑h- ‘Lehm kneten und damit mauern oder bestreichen, Teig kneten’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufgehen Ausrollen Backblech Backen Backpulver Füllung Hefe Kneten Mehl Springform Weizenmehl Zutat anrühren ausgerollt ausrollen auswalzen backen dickflüssig durchkneten geknetet geschmeidig glatt gärend hauchdünn klebrig kneten knusprig verkneten verrühren walken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Teig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das gelte natürlich auch für das Aufbacken von vorgefertigtem Teig.
Süddeutsche Zeitung, 23.05.2003
Jeder Teig ist wie ein Kind für sie, jeder will anders behandelt sein.
Der Tagesspiegel, 09.06.2002
Und nach der Tat wäre der Teig in sich zusammengefallen?
Nossack, Hans Erich: Nekyia, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1961 [1947], S. 66
Nun sollte dieser so oft geknetete Teig noch einmal durchgeknetet und in eine neuartige Form gebracht werden.
Schickling, Willi: Schöpferisches Werbedenken, Reutlingen: Storch 1936, S. 3
Aus einem Ventilator strömte Duft von warmem Teig auf die Straße.
Arjouni, Jakob: Happy birthday, Türke!, Zürich: Diogenes 1987 [1985], S. 51
Zitationshilfe
„Teig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Teig>, abgerufen am 18.10.2019.

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