Teller, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tellers · Nominativ Plural: Teller
Aussprache 
Worttrennung Tel-ler
Wortbildung  mit ›Teller‹ als Erstglied: ↗Tellerbord · ↗Tellerchen · ↗Tellereisen · ↗Tellergericht · ↗Tellerlecker · ↗Tellerlift · ↗Tellermine · ↗Tellermütze · ↗Tellerrand · ↗Tellerrock · ↗Tellersülze · ↗Tellertuch · ↗Tellerwäscher · ↗tellerförmig · ↗tellergroß · ↗tellerrund
 ·  mit ›Teller‹ als Letztglied: ↗Blechteller · ↗Brotteller · ↗Fayenceteller · ↗Grillteller · ↗Handteller · ↗Kuchenteller · ↗Obstteller · ↗Plastikteller · ↗Plattenteller · ↗Porzellanteller · ↗Präsentierteller · ↗Suppenteller · ↗Tonteller · ↗Unterteller · ↗Wandteller · ↗Weihnachtsteller · ↗Zinnteller · ↗Zwiebelmusterteller
Mehrwortausdrücke bunter Teller
eWDG

Bedeutungen

1.
rundes Essgeschirr mit erhöhtem Rand, meist aus Porzellan oder Steingut
Beispiele:
ein großer, flacher, tiefer, leerer, bemalter, silberner Teller
der Rand, das Muster des Tellers
die Teller und Tassen eines Services
ein Berg Teller
einen Teller (mit) Suppe auslöffeln
die Teller klappern
der Teller hat einen Sprung
die Teller auf den Tisch setzen, hinstellen
den Teller füllen
seinen Teller leeren
saloppden Teller abkratzen (= keinen Rest lassen)
die Teller abräumen, abwaschen, abtrocknen, in den Schrank stellen
den Braten auf den Teller legen
die Suppe aus dem Teller löffeln
ein bunter Teller (= ein Teller mit Gebäck, Obst und Süßigkeiten)
2.
übertragen Dinge, die einem Teller äußerlich ähnlich sind
a)
Innenfläche der Hand
b)
Jägersprache Ohr des Schwarzwildes
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Teller m. ‘rundes, leicht vertieftes Eßgeschirr’, mhd. teller, teler, deller ist wie mnd. teller, telre, tellōr, mnl. taeljoor, teljuur entlehnt aus afrz. tailleo(i)r ‘Vorlege-, Speiseteller, Tellerbrett’ (frz. tailloir ‘Fleisch-, Hackbrett’), einer Ableitung von afrz. taillier ‘(zer)schneiden, zerlegen, zuschneiden’ (frz. tailler). Dieses geht zurück auf spätlat. tāliāre ‘spalten, schneiden’, abgeleitet von lat. tālea ‘Stäbchen, Setzling, jedes abgeschnittene stabförmige Stück’. Afrz. tailleo(i)r bezeichnet also eigentlich ‘das Vorlegebrett, auf dem die Nahrung für die Mahlzeit zerschnitten wird’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Teller [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Teller‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Teller‹.

Verwendungsbeispiele für ›Teller‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der anspruchsvolle Koch weiß: Was man nicht im Mund haben möchte, gehört auch nicht auf den Teller!
Die Zeit, 19.07.2006, Nr. 30
Früher hat W. Philosophie studiert, heute ist er arbeitslos, manchmal wäscht er Teller.
Der Tagesspiegel, 31.12.2002
Preuß legt das Buch auf den Tisch, zwischen die Teller.
Becker, Jurek: Jakob der Lügner, Berlin: Aufbau-Verl. 1969, S. 182
Ich wünschte, es möge ihr doch einfallen, mir seinen kaum berührten Teller hinzuschieben.
Rasp, Renate: Ein ungeratener Sohn, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1967, S. 70
Nicht wahr, niemand ist da, der uns auf die Finger sähe, auf das Haar, auf den Teller.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 78
Zitationshilfe
„Teller“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Teller>, abgerufen am 26.02.2021.

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