Terminus, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Terminus · Nominativ Plural: Termini
Aussprache
WorttrennungTer-mi-nus (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1976

Bedeutung

Fachausdruck, festgelegte Bezeichnung
Beispiele:
ein medizinischer, philosophischer Terminus
ein Terminus der Philosophie
etw. mit einem Terminus bezeichnen, belegen
einen Terminus verwenden
grundlegende Termini eines Faches, Sachgebietes
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Termin · terminieren · Terminus · Terminologie · terminal · Terminal
Termin m. ‘festgesetzte Zeit, Zeitpunkt, zeitliche Grenze’, mhd. termin n. m. ‘festgesetzte, begrenzte Zeit, Zeitpunkt, Tag’ (für Zahlungen, Gerichtsvorladungen, kaufmännische Liefertage u. dgl.), frühnhd. auch ‘Grenze, Markstein’ (16. Jh.), ist entlehnt aus lat. terminus ‘Grenzstein, Grenze, Ende, Schluß’, mlat. auch ‘Gebiet, Maß, festgesetzter Zeitpunkt’ sowie ‘Aussage, Ausspruch, Wort’. terminieren Vb. ‘begrenzen, bestimmen’, mhd. terminieren, aus lat. termināre ‘begrenzen, abgrenzen, beschränken, beschließen, beendigen’, mlat. auch ‘entscheiden, einen Beschluß fassen’. In der 2. Hälfte des 19. Jhs. nimmt der Ausdruck rechtssprachlich den Sinn ‘einen Termin, Gerichtstag halten’ und Anfang des 20. Jhs. die heute übliche Bedeutung ‘etw. zeitlich festlegen, befristen’ an. Terminus m. ‘Fachausdruck, -wort’ (Anfang 15. Jh., Plur. Termini), entsprechend lat. mlat. terminus (s. oben). Terminologie f. ‘Gesamtheit der Begriffe eines Fachgebiets, Fachwortschatz’, gelehrte Bildung (18. Jh.) aus lat. mlat. terminus (s. oben) und ↗-logie (s. d.). terminal Adj. ‘am Ende gelegen’, entlehnt (19. Jh.) aus lat. terminālis ‘zur Grenze, zum Ende gehörig’, einer Ableitung von lat. terminus (s. oben). Terminal m. n. ‘Zielbahnhof, Empfangshalle, Endgerät, Datensichtgerät’, Übernahme (20. Jh.) von gleichbed. engl. terminal, der Substantivierung von engl. terminal Adj. ‘am Ende gelegen’, aus lat. terminālis (s. oben).

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Fachausdruck · ↗Fachbegriff · ↗Fachterminus · Fachvokabel · ↗Fachwort · ↗Terminus technicus
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Verwendung abwertende aristotelischen benutzten eingebürgert eingeführten entlehnt fremdsprachiger gebraucht gebrauchte gebräuchlichen geläufige geprägten grammatische gängigen irreführende juristische lateinischen linguistischen literaturwissenschaftlichen marxistischen philosophischen psychoanalytische rhetorischer singulären soziologische umschreibt verwendet verwendeten zoologische

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Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich hänge am Terminus Dritter Weg nicht um seiner selbst willen.
Die Welt, 18.10.1999
Als philosophischer Terminus hat der Begriff aber einen anderen Sinn.
Gadamer, H.-G.: Geschichtlichkeit. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 15967
Über den neuen Termini möge man die antikscholastische Überlieferung nicht verkennen!
Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 1395
Das Element, das er in der einleitenden Definition überging, erhebt er also nachträglich zum ständigen Terminus.
Jung, Carl Gustav: Psychologische Typen. In: ders., Gesammelte Werke, Bd. VI, Zürich u. a.: Rascher 1967 [1921], S. 149
Schönheit war damals im politischen Sinn kein ernsthafter Terminus, Schönheit galt als verbotenes Wort, ohne Aussagekraft.
Krausser, Helmut: Eros, Köln: DuMont 2006, S. 173
Zitationshilfe
„Terminus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Terminus>, abgerufen am 28.06.2017.

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