Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Terminus, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Terminus · Nominativ Plural: Termini
Aussprache 
Worttrennung Ter-mi-nus
Wortbildung  mit ›Terminus‹ als Letztglied: Fachterminus
Mehrwortausdrücke  Terminus technicus
Herkunft aus terminusmlat ‘Aussage, Ausspruch, Wort’ (Termin)
eWDG

Bedeutung

Fachausdruck, festgelegte Bezeichnung
Beispiele:
ein medizinischer, philosophischer Terminus
ein Terminus der Philosophie
etw. mit einem Terminus bezeichnen, belegen
einen Terminus verwenden
grundlegende Termini eines Faches, Sachgebietes
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Termin · terminieren · Terminus · Terminologie · terminal · Terminal
Termin m. ‘festgesetzte Zeit, Zeitpunkt, zeitliche Grenze’, mhd. termin n. m. ‘festgesetzte, begrenzte Zeit, Zeitpunkt, Tag’ (für Zahlungen, Gerichtsvorladungen, kaufmännische Liefertage u. dgl.), frühnhd. auch ‘Grenze, Markstein’ (16. Jh.), ist entlehnt aus lat. terminus ‘Grenzstein, Grenze, Ende, Schluß’, mlat. auch ‘Gebiet, Maß, festgesetzter Zeitpunkt’ sowie ‘Aussage, Ausspruch, Wort’. – terminieren Vb. ‘begrenzen, bestimmen’, mhd. terminieren, aus lat. termināre ‘begrenzen, abgrenzen, beschränken, beschließen, beendigen’, mlat. auch ‘entscheiden, einen Beschluß fassen’. In der 2. Hälfte des 19. Jhs. nimmt der Ausdruck rechtssprachlich den Sinn ‘einen Termin, Gerichtstag halten’ und Anfang des 20. Jhs. die heute übliche Bedeutung ‘etw. zeitlich festlegen, befristen’ an. Terminus m. ‘Fachausdruck, -wort’ (Anfang 15. Jh., Plur. Termini), entsprechend lat. mlat. terminus (s. oben). Terminologie f. ‘Gesamtheit der Begriffe eines Fachgebiets, Fachwortschatz’, gelehrte Bildung (18. Jh.) aus lat. mlat. terminus (s. oben) und -logie (s. d.). terminal Adj. ‘am Ende gelegen’, entlehnt (19. Jh.) aus lat. terminālis ‘zur Grenze, zum Ende gehörig’, einer Ableitung von lat. terminus (s. oben). Terminal m. n. ‘Zielbahnhof, Empfangshalle, Endgerät, Datensichtgerät’, Übernahme (20. Jh.) von gleichbed. engl. terminal, der Substantivierung von engl. terminal Adj. ‘am Ende gelegen’, aus lat. terminālis (s. oben).

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Assoziationen
Synonymgruppe
(sprachlicher) Ausdruck · Formulierung · Terminus  ●  Wendung  geh.

Typische Verbindungen zu ›Terminus‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Terminus‹.

Verwendungsbeispiele für ›Terminus‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Über den neuen Termini möge man die antikscholastische Überlieferung nicht verkennen! [Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 1395]
Das Element, das er in der einleitenden Definition überging, erhebt er also nachträglich zum ständigen Terminus. [Jung, Carl Gustav: Psychologische Typen. In: ders., Gesammelte Werke, Bd. VI, Zürich u. a.: Rascher 1967 [1921], S. 149]
Dafür lässt das Opus aber auch keinen wesentlichen Terminus vermissen. [Die Zeit, 24.11.2008, Nr. 47]
Andererseits wendet er sich nun aber auch nicht mehr gegen diesen Terminus wie noch 1990. [Die Zeit, 20.02.1995, Nr. 08]
Als philosophischer Terminus hat der Begriff aber einen anderen Sinn. [Gadamer, H.-G.: Geschichtlichkeit. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 15967]
Zitationshilfe
„Terminus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Terminus>.

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