Terrain, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Terrains · Nominativ Plural: Terrains
Aussprache 
Worttrennung Ter-rain
Wortbildung  mit ›Terrain‹ als Erstglied: Terrainabfall · Terrainkur  ·  mit ›Terrain‹ als Letztglied: Bauterrain · Bauterrain
Herkunft aus gleichbedeutend terrainfrz

Bedeutungsübersicht+

  1. Gelände, Gebiet
    1. [bildlich] ...
    2. [selten] Baugrundstück
eWDG

Bedeutung

Gelände, Gebiet
Beispiele:
(ein) unwegsames, (un)ebenes Terrain
die Beschaffenheit des Terrains
das Terrain ist günstig für diese Zwecke
wie sich die Landschaft änderte, besser gesagt das Terrain [ GaiserSchlußball36]
bildlich
Beispiel:
auf diesem Terrain kenne ich mich nicht aus, bin ich unsicher (= auf diesem Gebiet kenne ich mich nicht aus, bin ich unsicher)
umgangssprachlich das Terrain sondierenetw. vorsichtig erkunden, in einer Sache vorfühlen
Beispiel:
[er hat] sich zunächst inkognito gehalten, um »das Terrain zu sondieren« [ U. BecherMänner196]
umgangssprachlich Terrain gewinnen, verlieren
Beispiel:
er hat in dieser Diskussion Terrain (für seine Sache) gewonnen
umgangssprachlich das Terrain (für etw.) vorbereitenGrundlagen, Voraussetzungen für etw. schaffen
Beispiel:
das Terrain für Verhandlungen vorbereiten
selten Baugrundstück
Beispiele:
das für den Schulbau vorgesehene Terrain
Er besaß Terrains (= Grundstücke) hier, die ihm der Glasfabrikant ... gern abgekauft hätte [ Feuchtw.Jüd. Krieg106]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Terrain n. ‘Gebiet, Gelände, Boden, (Bau)grundstück’, übernommen (Anfang 17. Jh., zuerst in der entstellten Form Terzain) von gleichbed. frz. terrain, afrz. ‘Land, Landstrich’, mit Suffixwechsel (-ēnu- zu -anu-) aus lat. terrēnum ‘Erdreich, Erde, Acker’, dem substantivierten Neutrum des Adjektivs lat. terrēnus ‘aus Erde bestehend, irden’; vgl. lat. terra ‘Land, Erde’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gelände · Terrain

Typische Verbindungen zu ›Terrain‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Terrain‹.

Verwendungsbeispiele für ›Terrain‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf diesem europäischen Terrain kämpfte der einsame Mann im Apostolischen Palast seinen letzten Kampf.
Die Welt, 02.04.2005
Von den Dächern der umliegenden Gebäude sichern sie das Terrain.
Der Tagesspiegel, 16.05.2002
Das Terrain schützte uns nicht nur vor Verlusten, es begünstigte auch die Flucht.
Goldmark, Karl: Erinnerungen aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 29086
Ich liebe das weite und gleichzeitige Terrain mit den vielen.
Strauß, Botho: Der junge Mann, München: Hanser 1984, S. 199
Wir waren etwa 16 Stunden auf den Beinen gewesen, stets bergauf und bergab, auf dem allerschwierigsten Terrain.
Bode, Wilhelm von: Mein Leben, 2 Bde. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1930], S. 2031
Zitationshilfe
„Terrain“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Terrain>, abgerufen am 08.12.2021.

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