Terrasse, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Terrasse · Nominativ Plural: Terrassen
Aussprache 
Worttrennung Ter-ras-se
Herkunft Französisch
Wortbildung  mit ›Terrasse‹ als Erstglied: ↗Terrassenboden · ↗Terrassengarten · ↗Terrassentreppe · ↗Terrassentür · ↗terrassenartig · ↗terrassenförmig · ↗terrassieren
 ·  mit ›Terrasse‹ als Letztglied: ↗Dachterrasse · ↗Felsenterrasse · ↗Felsenterrasse · ↗Felsterrasse · ↗Felsterrasse · ↗Gartenterrasse · ↗Hotelterrasse · ↗Sonnenterrasse · ↗Steinterrasse
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
an ein Haus angebaute, zum Aufenthalt bestimmte, (überdachte) größere Plattform
Beispiele:
auf der Terrasse sitzen, Kaffee trinken
auf die Terrasse hinausgehen
erhöht angelegte Fläche, Plattform in einem Garten
Beispiel:
Stufen führen zur Terrasse hinauf
2.
Stufe im Gelände, oft als Element einer treppenartigen Stufung
Grammatik: meist im Plural
a)
die sich natürlich gebildet hat
Beispiel:
[Kamine] eines ... Bergmassivs, das sich in plumpen Terrassen nach oben verjüngt [ CramerKonzessionen112]
b)
die durch den Bau von Stützwänden oder Erdwällen angelegt worden ist
Beispiele:
die Terrassen des Weinberges
Ölfelder ... die, auf niedere Steinmauern gestützt, in Terrassen vom See aufstiegen [ BrechtCaesar7]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Terrasse f. ‘für den Aufenthalt im Freien bestimmter, an das Erdgeschoß eines Wohnhauses angebauter (nicht überdachter) Platz’, auch ‘größerer offener Balkon, Dachgarten’ (Anfang 18. Jh.), ‘(natürliche oder künstlich angelegte) waagerechte Stufe am Hang eines Berges, Geländestufe, stufenartiger Absatz’ (Mitte 18. Jh.), Übernahme von gleichbed. frz. terrasse, afrz. terrace ‘Erdwall, Plattform, Söller’, vielleicht nach aprov. terrasa ‘Erdaufhäufung, (aufgeschüttete, erhöhte) Plattform’, Bildungen zu afrz. frz. terre bzw. aprov. terra ‘Erde, (Erd)boden, Land, Gebiet’, hervorgegangen aus gleichbed. lat. terra. Eine frühe Entlehnung aus dem Afrz. liegt vor in mhd. terraʒ, tarraʒ, tarrāʒ m. n., frühnhd. Tarras ‘Erdaufwurf, Wall, Bastei, Bollwerk, Barrikade, erhöhter freier Platz, Altan, Erker’; vgl. Tarrisbüchse ‘auf dem Wall aufgestelltes Geschütz’ (16. Jh.).

Thesaurus

Architektur
Synonymgruppe
Terrasse · ↗Veranda  ●  ↗Beischlag  fachspr.
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Terrasse‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Terrasse‹.

Verwendungsbeispiele für ›Terrasse‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und wer rechtzeitig den Weg aus den bequemen Betten findet, ergattert sogar einen der heißbegehrten Plätze auf der Terrasse.
Die Welt, 26.07.2002
Auf der Terrasse mit viel Holz in hellen Farben gibt es noch ein kleines Becken, 42 Grad warm.
Der Tagesspiegel, 08.05.2002
Sie blieb auf der Terrasse unter dem vorgezogenen Dach stehen.
Degenhardt, Franz Josef: Die Abholzung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1985], S. 270
Aber Spuren menschlichen Lebens fehlen immer noch in den vier oberen Terrassen.
Wilson, John A.: Ägypten. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 733
Um sieben Uhr hatte die gnädige Frau auf der Terrasse den Gong geschlagen.
Walser, Martin: Ehen in Philippsburg, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1957], S. 14
Zitationshilfe
„Terrasse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Terrasse>, abgerufen am 20.09.2020.

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