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Terz, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Terz · Nominativ Plural: Terzen
Aussprache
HerkunftItalienisch
Wortbildung mit ›Terz‹ als Letztglied: ↗Oberterz · ↗Unterterz
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
Musik
a)
dritte Stufe der diatonischen Tonleiter
b)
Intervall von drei Tönen
2.
umgangssprachlich Tertia
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Terz · Terzett
Terz f. ‘dritter Ton’ vom Grundton an sowie das entsprechende Intervall, entlehnt (Anfang 18. Jh.) aus gleichbed. ital. terza, dem substantiviertes lat. tertia, Fem. von lat. tertius ‘dritter’, zugrunde liegt. Früher bezeugt ist mhd. terzje, terz(e), nhd. Terz ‘drittes Stundengebet bzw. dritte Gebetsstunde’ (9 Uhr morgens) als direkte Entlehnung aus lat. tertia (hōra) ‘dritte Stunde’, mlat. ‘dritter kanonischer Horagesang und die betreffende Tageszeit’. Terzett n. ‘Musikstück für drei Singstimmen, Ausführende eines solchen Musikstücks’ (2. Hälfte 18. Jh.), aus gleichbed. ital. terzetto (abgeleitet von ital. terzo ‘dritter’, lat. tertius).

Thesaurus

Synonymgruppe
Aufruhr · ↗Krawall · ↗Lärm · ↗Rabatz · ↗Randale · ↗Spektakel · ↗Tumult · ↗Unruhe  ●  ↗(die) Welle  ugs. · ↗Aufstand  ugs. · Terz  ugs. · ↗Theater  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akkord Dreiklang Ganzton Grundton Halbton Intervall Konsonanz Oktav Oktave Prim Quart Quarta Quarte Quint Quinta Quinte Sekunda Septime Sext Sexta Sexte Terz erklingen fallend klein neutral parallel transponieren vermindert übermäßig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Terz‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da war natürlich erst mal fünf Minuten Terz im Saal.
Die Zeit, 20.11.2006, Nr. 47
Sie erscheinen als gleichzeitiges Anschlagen von kleiner und großer Terz.
Burkhardt, Werner: Jazz. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1957], S. 39787
Das war Fritz Kuhn eine Terz zu schrill, es klang zu destruktiv.
Die Welt, 15.11.2000
Als konsonante Klänge mit Wohlfühlfaktor galten eigentlich nur Quinten und große Terzen.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 302
Nur ein einziger Fehler kam vor; ich setzte im Rezitativ einmal eine Terz zu hoch ein, besann mich aber sofort.
Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054
Zitationshilfe
„Terz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Terz>, abgerufen am 07.12.2019.

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