Testament, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Testament(e)s · Nominativ Plural: Testamente
Aussprache 
Worttrennung Tes-ta-ment
Herkunft Latein
Wortbildung  mit ›Testament‹ als Erstglied: ↗Testamentserrichtung · ↗Testamentseröffner · ↗Testamentseröffnung · ↗Testamentsvollstrecker · ↗Testamentsvollstreckung
 ·  mit ›Testament‹ als Letztglied: ↗Nottestament
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
von einem Erblasser getroffene und von ihm frei widerrufbare Verfügung für den Fall seines Todes, letztwillige Verfügung, Letzter Wille
Beispiele:
ein, sein Testament machen
ein Testament aufsetzen, anfechten
Juraein Testament eröffnen
ein notarielles, privates Testament
jmdn. im Testament bedenken
saloppwenn das eintrifft, dann kannst du dein Testament machen (= dann wird es dir schlecht ergehen)
2.
Religion
Beispiele:
das Alte Testament (= die in die Bibel aufgenommenen heiligen Schriften der Juden)
das Neue Testament (= der die christlichen heiligen Schriften enthaltende Teil der Bibel)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Testament · testamentarisch
Testament n. ‘letztwillige, schriftliche Verfügung, letzter Wille’ (15. Jh.), im Zusammenhang mit der Einführung des römischen Rechts entlehnt aus gleichbed. lat. testāmentum, einer Bildung zu lat. testārī (testātus sum) ‘bezeugen, bekunden, versichern, beweisen, seinen letzten Willen kundtun’, dem lat. testis ‘Zeuge’ zugrunde liegt. Griech. diathḗkē (διαθήκη) ‘Anordnung, letzter Wille, Vergleich, Vertrag’ steht in der Kirchensprache (Septuaginta) für das durch Gott geschlossene, dann (Neues Testament) das durch Christus erneuerte ‘Bündnis’, den Gnadenbund mit den Menschen, sowie für die Schriften desselben, in der Vulgata wiedergegeben mit kirchenlat. testāmentum. Daraus entlehnt mhd. testament ‘Vertrag, Bündnis, Vermächtnis’ sowie (aus kirchenlat. vetus, novum testāmentum) spätmhd. alteʒ, niuweʒ testament für die in die Bibel aufgenommenen Teile der heiligen Schrift der Juden bzw. Christen. testamentarisch Adj. ‘durch letztwillige Verfügung festgelegt’ (Ende 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Letzter Wille · Nachlassdokument · Testament · ↗Vermächtnis · letztwillige Verfügung
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Testament‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Testament‹.

Verwendungsbeispiele für ›Testament‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und manche Christen haben sich mittlerweile angewöhnt, statt Altes Testament lieber "Erstes Testament" zu sagen.
Die Welt, 19.04.2003
Wenn einem das weitere Schicksal des Unternehmens am Herzen liegt, ist das Testament ganz wichtig.
Der Tagesspiegel, 09.02.2001
Sein Testament, einige Jahre vor seinem Ableben abgefaßt, verzeichnet 656 Model.
o. A.: Lexikon der Kunst - Z. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 35072
Auch andere Bücher des Alten Testamentes hat er auf diese Weise kommentiert.
Baus, Karl: Die Reichskirche nach Konstantin dem Großen. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1973], S. 28826
Der Text des Alten Testaments hat eine lange Geschichte hinter sich.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. II,2. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1893], S. 22264
Zitationshilfe
„Testament“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Testament>, abgerufen am 26.09.2020.

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