Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Theke, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Theke · Nominativ Plural: Theken
Aussprache 
Worttrennung The-ke (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Theke‹ als Letztglied: Bartheke · Biertheke · Fleischtheke · Frischetheke · Käsetheke · Küchentheke · Kühltheke · Ladentheke · Posttheke · Salattheke · Wursttheke
Herkunft zu thḗkēgriech (θήκη) ‘Kiste, Kasten, Schachtel, Kapsel, Schrank’ < tithénaigriech (τιθέναι) ‘setzen, stellen, legen’
eWDG

Bedeutung

Tisch, der als Barriere zwischen zwei Partnern steht
a)
Tisch in einem Restaurant, der vorwiegend für den Ausschank von Getränken bestimmt ist und meistens eine Zapfstelle für Bier hat; Schanktisch
Beispiele:
der Wirt steht hinter der Theke
hinter der Theke wurden Gläser gespült
er trank seinen Kognak gleich an der Theke
vor der Theke drängelten sich die durstigen Gäste
b)
landschaftlich Tisch in einem Laden, Büro oder einer Ausleihe, Garderobe, der für Geschäftsvorgänge, beim Erteilen von Auskünften, beim Ausleihen oder Übergeben von Gegenständen zur Aufbewahrung benutzt wird
Beispiele:
die Garderobenfrau reichte Schirm und Mantel über die Theke
er hatte für das Buch zwanzig Euro auf die Theke gelegt
in der Ausleihe hatte man ihr einen hohen Stoß von Büchern und Zeitschriften auf die Theke gepackt
Die geschwungene Theke im Schalterraum [einer Bank], in der noch eine Förderbandanlage eingebaut werden soll, ist aus Palisanderholz [ Tageszeitung1956]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Theke f. ‘Schanktisch’, landschaftlich auch ‘Laden-, Verkaufstisch’, entlehnt (Mitte 19. Jh.) aus lat. thēca ‘Hülle, Decke, Scheide, Behälter, Büchse’, mlat. ‘Reliquienschrein’, griech. thḗkē (θήκη) ‘Kiste, Kasten, Schachtel, Kapsel, Schrank’, eigentlich ‘Behältnis, etw. hineinzusetzen, -stellen, -legen’, einer Bildung zu griech. tithénai (τιθέναι) ‘setzen, stellen, legen’. Die Bedeutungsentwicklung geht von ‘Behältnis, Aufbewahrungsort für Kostbarkeiten’ über zu ‘Laden-, Verkaufstisch (mit verglastem Auf- oder Untersatz zum Ausstellen von Waren)’ und ‘Schanktisch’. Auf griech. thḗkē beruhen letztlich auch Zusammensetzungen wie Apotheke, Bibliothek, Diskothek (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Synonymgruppe
Ausschank · Bar · Schank · Schankraum · Schanktisch · Theke · Tresen

Typische Verbindungen zu ›Theke‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Theke‹.

Verwendungsbeispiele für ›Theke‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Denn der alte Herr hinter der Theke hat nur in seiner Weise recht. [Spoerl, Alexander: Mit der Kamera auf du, München: Piper 1957, S. 107]
Dort pflegten sie haltzumachen, Vater wollte zum Wirt an die Theke. [Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit, München: Piper 1983, S. 7]
Zumindest eine Theke zum Vorführen von Geräten hätte ich erwartet. [C’t, 1990, Nr. 6]
Drei Damen langweilen sich hinter der Theke in der niedrigen Stube. [Die Zeit, 04.02.1999, Nr. 6]
Hinter der Theke stand ein dunkeläugiges Mädchen von vielleicht zwanzig Jahren. [Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 60]
Zitationshilfe
„Theke“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Theke>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Theka
Thek
Theist
Theismus
Theatralität
Thelema
Thelematismus
Thelematologie
Thelitis
Thema