Theke, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Theke · Nominativ Plural: Theken
Aussprache
WorttrennungThe-ke (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Theke‹ als Letztglied: ↗Bartheke · ↗Biertheke · ↗Fleischtheke · ↗Käsetheke · ↗Küchentheke · ↗Kühltheke · ↗Ladentheke · ↗Posttheke · ↗Salattheke · ↗Wursttheke
eWDG, 1976

Bedeutung

Tisch, der als Barriere zwischen zwei Partnern steht
a)
Tisch in einem Restaurant, der vorwiegend für den Ausschank von Getränken bestimmt ist und meistens eine Zapfstelle für Bier hat; Schanktisch
Beispiele:
der Wirt steht hinter der Theke
hinter der Theke wurden Gläser gespült
er trank seinen Kognak gleich an der Theke
vor der Theke drängelten sich die durstigen Gäste
b)
landschaftlich Tisch in einem Laden, Büro oder einer Ausleihe, Garderobe, der für Geschäftsvorgänge, beim Erteilen von Auskünften, beim Ausleihen oder Übergeben von Gegenständen zur Aufbewahrung benutzt wird
Beispiele:
die Garderobenfrau reichte Schirm und Mantel über die Theke
er hatte für das Buch zwanzig Euro auf die Theke gelegt
in der Ausleihe hatte man ihr einen hohen Stoß von Büchern und Zeitschriften auf die Theke gepackt
Die geschwungene Theke im Schalterraum [einer Bank], in der noch eine Förderbandanlage eingebaut werden soll, ist aus Palisanderholz [Tageszeitung1956]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Theke f. ‘Schanktisch’, landschaftlich auch ‘Laden-, Verkaufstisch’, entlehnt (Mitte 19. Jh.) aus lat. thēca ‘Hülle, Decke, Scheide, Behälter, Büchse’, mlat. ‘Reliquienschrein’, griech. thḗkē (θήκη) ‘Kiste, Kasten, Schachtel, Kapsel, Schrank’, eigentlich ‘Behältnis, etw. hineinzusetzen, -stellen, -legen’, einer Bildung zu griech. tithénai (τιθέναι) ‘setzen, stellen, legen’. Die Bedeutungsentwicklung geht von ‘Behältnis, Aufbewahrungsort für Kostbarkeiten’ über zu ‘Laden-, Verkaufstisch (mit verglastem Auf- oder Untersatz zum Ausstellen von Waren)’ und ‘Schanktisch’. Auf griech. thḗkē beruhen letztlich auch Zusammensetzungen wie ↗Apotheke, ↗Bibliothek, ↗Diskothek (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ladentisch · Theke · ↗Tresen · ↗Verkaufstisch
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Ausschank · ↗Bar · ↗Schank · ↗Schankraum · Theke · ↗Tresen
Synonymgruppe
Bar · ↗Schanktisch · Theke

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bar Barhocker Bier Bistro Hocker Kneipe Metzger Metzgerei Pils Pub Regal Stammkneipe Stammtisch Stehtisch Theke Wirt Zapfhahn aufreihen baumeln gereichen geschwungen gläsern hervorholen hervorkommen hölzern lümmeln oval rustikal umlagern zapfen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Theke‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der junge Mann hinter der Theke dreht die Musik lauter.
Süddeutsche Zeitung, 19.02.1999
Ob man hier wohl übernachten könne, fragen wir das junge Mädchen an der Theke.
Der Tagesspiegel, 24.07.1998
Hinter der Theke stand ein dunkeläugiges Mädchen von vielleicht zwanzig Jahren.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 60
Denn der alte Herr hinter der Theke hat nur in seiner Weise recht.
Spoerl, Alexander: Mit der Kamera auf du, München: Piper 1957, S. 107
Er deutete mit einer knappen Bewegung in eine Richtung rechts vom anderen Ende der langen Theke.
Cotton, Jerry [d.i. Hober, Heinz Werner]: Die Killer sind unter uns, Bergisch Gladbach: Bastei [1971] [1956], S. 12
Zitationshilfe
„Theke“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Theke>, abgerufen am 09.12.2019.

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