Thematik, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Thematik · Nominativ Plural: Thematiken · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungThe-ma-tik (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortzerlegungthematisch-ik
eWDG, 1976

Bedeutung

Komplexität eines Themas, Themenkreis, Themenkomplex
Beispiele:
eine überschaubare Thematik
die Thematik der beiden rezensierten Werke überschneidet, berührt sich
für diese Veranstaltungen ist eine anspruchsvolle Thematik vorgesehen
die Eigenschaften der Materie bilden die Thematik des 2. Kapitels
Art der Stellung eines Themas
Beispiele:
eine unfruchtbare Thematik
diese Thematik ist für eine Staatsexamensarbeit ungeeignet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Thema · Thematik · thematisch
Thema n. (Plur. Themata, Themen) ‘zu behandelnder oder behandelter Gegenstand, Stoff, Haupt-, Leit-, Grundgedanke’, in der Musik ‘Hauptgedanke eines Tonwerks’ (mit der Möglichkeit zu weiterer Verarbeitung), Entlehnung (spätmhd., 14. Jh.) von lat. thema, griech. théma, Plur. thémata (θέμα, θέματα) ‘das Aufgestellte, Behauptung, Ausspruch, aufgestellter Satz’, zu griech. tithénai (τιθέναι) ‘setzen, (auf)stellen, legen, meinen, setzen als, annehmen, voraussetzen’. Thematik f. ‘Themenkreis, -komplex, Art und Ausführung eines Themas’ (19. Jh.). thematisch Adj. ‘zu einem Thema gehörend, ihm entsprechend, auf ihm beruhend’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Angelegenheit · ↗Aufgabenstellung · ↗Fall · ↗Gegenstand · ↗Materie · ↗Problemstellung · Thematik · ↗Themengebiet · ↗Themenstellung  ●  ↗Sujet  geh.
Unterbegriffe
  • BAB-Rätsel · YOGTZE-Fall
Assoziationen
Synonymgruppe
Aspekt · ↗Beziehung · ↗Gesichtspunkt · ↗Hinsicht · ↗Kriterium  ●  Thematik  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aktualität Brisanz Harmonik Machart Melodik Motivik Problematik Rhythmik abhandeln angesprochen aufgreifen auseinandersetzen befassen biblisch brisant einarbeiten heikel homosexuell komplex prägnant religiös schwul sensibel sensibilisieren umreißen verwandt vielschichtig volkstümlich vorgegeben weitgespannt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Thematik‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So ähnlich ihre Thematik ist, so unterschiedlich gehen die Künstler ihre Arbeit an.
Die Welt, 16.05.2003
Demgegenüber ist die Thematik des zweiten Buches weit weniger eingängig.
Der Tagesspiegel, 11.09.1997
Der Gewinn liegt nicht in der klassischen Thematik von Freiheit versus Bindung, denn beides nimmt zu.
Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 435
Damit ist bereits die Basis für die Frage nach dem Inhalt oder der Thematik der S. gewonnen.
Conze, W.: Sozialgeschichte. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 39161
Der oft volkstümlichen Thematik stehen melodische und harmonische Wendungen des galanten Stils gegenüber.
Wirth, Helmut: Benda (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1951], S. 21604
Zitationshilfe
„Thematik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Thematik>, abgerufen am 18.02.2019.

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