Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Theokratie, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Theo-kra-tie
Wortzerlegung theo- -kratie
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

bildungssprachlich Herrschaftsform, bei der die Staatsgewalt allein religiös legitimiert und von einer als Gott bzw. Stellvertreter Gottes auf Erden angesehenen Einzelperson oder von der Priesterschaft ausgeübt wird

Thesaurus

Synonymgruppe
Gottesstaat · Theokratie · von der Kirche gelenkte Staatsform

Typische Verbindungen zu ›Theokratie‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Theokratie‹.

Verwendungsbeispiele für ›Theokratie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch der Begriff der Theokratie stammt aus den biblischen Religionen. [Kellerhals, E.: Islam. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 19634]
Dadurch entstand so etwas wie totale Überwachung, eine regelrechte Theokratie. [Die Zeit, 01.03.2010, Nr. 09]
Vielleicht will er aus dem Irak eine Theokratie machen, vielleicht auch nicht. [Die Zeit, 13.01.2005, Nr. 03]
Noch ist es in Ägypten ein Risiko, sich offen gegen eine islamische Theokratie auszusprechen. [Süddeutsche Zeitung, 02.03.1996]
Der moralischen Revolution bedarf das Proletariat tausendjähriger Theokratien dringender als der Wirtschaftsrevolte. [Ball, Hugo: Die moralische und die Wirtschaftsrebellion. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1919], S. 1189]
Zitationshilfe
„Theokratie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Theokratie>.

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