Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Theologie, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Theologie · Nominativ Plural: Theologien
Aussprache  [teoloˈgiː]
Worttrennung Theo-lo-gie
Wortzerlegung theo- -logie
Wortbildung  mit ›Theologie‹ als Erstglied: Theologieprofessor · Theologiestudent · Theologiestudium · theologisch
 ·  mit ›Theologie‹ als Letztglied: Befreiungstheologie · Ethikotheologie · Fundamentaltheologie · Geschichtstheologie · Kontroverstheologie · Moraltheologie · Pastoraltheologie · Physikotheologie
Herkunft zu theologíagriech (θεολογία) ‘Rede, Lehre, Kenntnis von der Gottheit oder den Göttern und göttlichen Dingen’
eWDG

Bedeutung

Disziplin, die durch die Auslegung heiliger Schriften und eine bestimmte Interpretation des Gegenstandes dieser Überlieferung die Lehre einer Religion, Konfession systematisierend darstellt
Beispiel:
evangelische, katholische, islamische Theologie studieren, lehren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Theologe · Theologie · theologisch
Theologe m. ‘Fachmann auf dem Gebiet der Theologie’, Entlehnung, anfangs in lat. Form (Mitte 14. Jh.), von lat. theologus ‘wer von Göttern und göttlichen Dingen redet, lehrt, schreibt, darin erfahren und gelehrt ist’, mlat. ‘wer Priester und andere in der Heiligen Schrift unterweist und für die Seelsorge ausbildet’, griech. theológos (θεολόγος); vgl. griech. theós (θεός) ‘Gott, Gottheit’ und s. -loge. Theologie f. ‘systematisierende Darstellung und Interpretation einer Religion, ihrer Schriften und Überlieferung’, Entlehnung, zunächst in lat. Form (Anfang 15. Jh.), von lat. theologia, griech. theología (θεολογία) ‘Rede, Lehre, Kenntnis von der Gottheit oder den Göttern und göttlichen Dingen’. theologisch Adj. ‘die Theologie betreffend, zu ihr gehörend, auf ihr beruhend’ (1. Hälfte 16. Jh.), nach spätlat. theologicus, spätgriech. theologikós (θεολογικός) ‘die Kenntnis von Gott und den göttlichen Dingen betreffend’.

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Theologie‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Theologie‹.

Verwendungsbeispiele für ›Theologie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In Metz hatte er es versucht, das Recht von der Theologie zu trennen. [Schuder, Rosemarie: Agrippa und Das Schiff der Zufriedenen, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1987 [1977], S. 109]
Ich erlaube mir ein Wort über die Theologie dieser griechischen Philosophie. [Weizsäcker, Carl Friedrich von: Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 223]
Wie die anderen alles der Philosophie unterwarfen, unterwarf er alles der Theologie. [Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 1: Altertum und Mittelalter. In: Mathias Bertram (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1948], S. 4868]
Mit den Jahren wurde meine Lage als Lehrer der Theologie immer schwieriger. [Overbeck, Franz: Selbstbekenntnisse. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1903], S. 39081]
Was also lernen wir aus dieser gelehrten Umkehrung der Schmittschen These, Politik sei nichts anderes als säkularisierte Theologie? [Die Zeit, 23.03.2000, Nr. 13]
Zitationshilfe
„Theologie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Theologie>.

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