These, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: These · Nominativ Plural: Thesen
Aussprache 
Worttrennung The-se
Wortbildung  mit ›These‹ als Erstglied: Thesenpapier · Thesenroman · thesenartig · thesenhaft
 ·  mit ›These‹ als Letztglied: Ausgangsthese · Gegenthese · Grundthese · Hauptthese · Individualisierungsthese · Kernthese · Lieblingsthese
Herkunft zu thésisgriech (θέσις) ‘das Aufstellen, Behauptung, Ausspruch, aufgestellter Satz’ < tithénaigriech (τιθέναι) ‘setzen, (auf)stellen, legen, meinen, setzen als, annehmen, voraussetzen’
eWDG

Bedeutung

wissenschaftlich zu beweisende Behauptung, Leitsatz
Beispiele:
eine These formulieren, aufstellen, vertreten, verfechten, verwerfen
der Doktorand hat seine Thesen vorgelegt, mit Erfolg verteidigt
im Zuge seiner Untersuchung kam er zu der folgenden These
seine Thesen wurden durch neue Funde erschüttert
in einer harten Diskussion zeigte sich die Haltlosigkeit seiner Thesen
an dieser These ist weiterhin festzuhalten
von einer These abrücken
Engels hat Marx' Thesen über Ludwig Feuerbach bearbeitet und herausgegeben
[das imperialistische Herrschaftssystem] braucht die These, daß der einzelne nicht Subjekt und Gestalter, sondern Spielball und Objekt seiner Umwelt ist [ Soziologie im Soz.71]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

These f. ‘Behauptung, zum Beweis aufgestellter (Lehr-, Streit)satz’, heute auch ‘Grundsatz, Standpunkt’, Ende 16. Jh. entlehnt aus lat. thesis, griech. thésis (θέσις) ‘das Aufstellen, Behauptung, Ausspruch, aufgestellter Satz’, zu griech. tithénai (τιθέναι), s. Thema; vorwiegend fachsprachlich in Philosophie und Wissenschaft, anfangs nur, später häufig, in gelehrter Sprache noch im 20. Jh. in griech.-lat. Form. S. Hypothese, Synthese.

Thesaurus

Synonymgruppe
Annahme · Behauptung · Mutmaßung · Spekulation · These · Vermutung  ●  Hypothese  fachspr. · Stochern im Nebel  ugs., fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
Synonymgruppe
(reine) Theorie · These · bloße Vermutung(en) · unbewiesene Behauptung(en)
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›These‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›These‹.

Verwendungsbeispiele für ›These‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und die These von einer zunehmenden gegenseitigen Abhängigkeit bestätigte sich nicht. [Brandt, Willy: Erinnerungen, Berlin: Ullstein 1997 [1989], S. 328]
Sicher wird sie diese Thesen sobald wie möglich auf ihren wissenschaftlichen Kern hin überprüfen. [Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 202]
Das ist eine weitgehende These, die differenziert zu betrachten ist. [Weizsäcker, Carl Friedrich von: Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 96]
Auch in der Zeit nach Kant wirkte diese These sich in einem destruktiven Sinne aus. [Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 1453]
Doch ansonsten haben sie wenig miteinander zu tun, sie widersprechen sich vielmehr in ihren zentralen Thesen. [Die Zeit, 23.03.2000, Nr. 13]
Zitationshilfe
„These“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/These>.

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