Tick, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Tick(e)s · Nominativ Plural: Ticks/Ticke
Aussprache
Wortbildung mit ›Tick‹ als Letztglied: ↗Künstlertick · ↗Putztick
eWDG, 1976

Bedeutungen

1.
wunderliche Eigenart, sonderbare Angewohnheit, Schrulle
Beispiele:
jmd. hat einen Tick
ihre Angst vor Spinnen, Einbrechern wächst sich allmählich zu einem Tick aus
das ist ein (besonderer) Tick von ihr
2.
Medizin gleichförmig wiederkehrende, unwillkürliche (nervöse) Zuckung eines Muskels
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tick · Tic
Tick m. ‘absonderliche Angewohnheit, Eigenart, Schrulle, fixe Idee’, Übernahme (2. Hälfte 18. Jh., anfangs Tic) von frz. tic ‘fehlerhafte Angewohnheit von Pferden, ungewöhnliche Bewegungen zu machen’, dann ‘Glieder-, Muskelzucken, wunderliche Gewohnheit’, einer wahrscheinlich laut- und bewegungsnachahmenden Bildung. In der Medizin meist Tic m. ‘in kurzen Abständen zwanghaft wiederkehrende nervöse Muskelzuckung’ (1. Hälfte 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(ein) Quäntchen · ↗(ein) bisschen · (ein) klein wenig · (ein) kleines bisschen · ↗(eine) Idee · ↗(eine) Spur · (eine) geringe Menge · (eine) kleine Menge  ●  ↗(eine) Prise  auch figurativ · 'n bissken  ugs., ruhrdt. · (a) bissle  ugs., schwäbisch · (ein) Fitzel(chen)  ugs. · ↗(ein) Funken  ugs. · (ein) Hauch von (lit.)  geh. · ↗(ein) My  ugs. · (ein) Mü  ugs. · ↗(ein) Schuss  ugs. · ↗(ein) Spritzer  ugs. · (ein) Tacken  ugs. · (ein) Tick  ugs. · ↗(ein) bissel  ugs. · (ein) bisserl  ugs., süddt. · (ein) büschen  ugs., norddeutsch · (ein) klein bisschen  ugs. · (ein) paar Brocken (von einer Fremdsprache)  ugs. · ↗(eine) Kleinigkeit  ugs. · a Muggeseggele  ugs., schwäbisch · ein wenig  geh. · ↗etwas  ugs. · wat  ugs., ruhrdt., salopp
Oberbegriffe
Assoziationen
  • bis zu einem gewissen Grad(e) · ein Stück weit · in gewissem Maß(e) · in gewissem Rahmen · in gewissem Umfang · ↗teilweise · zum Teil  ●  in gewisser Hinsicht  Hauptform
  • (ein) Etwas (von) · (ein) Stich (in) · (eine) Andeutung (von) · ↗Anflug · ↗Hauch (von) · ↗Prise · ↗Quäntchen · ↗Spur · ↗Winzigkeit  ●  (ein) Nichts von  fig. · ↗Touch  engl. · Tick (von)  ugs.
Synonymgruppe
Angewohnheit · ↗Caprice · ↗Eigenart · ↗Eigenheit · ↗Kaprice · ↗Marotte · ↗Schrulle · ↗Spleen · Tick  ●  ↗Grille  veraltend · ↗Kaprize  österr. · Allüren  geh. · ↗Fimmel  ugs. · ↗Macke  ugs. · Tic  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(ein) Etwas (von) · (ein) Stich (in) · (eine) Andeutung (von) · ↗Anflug · ↗Hauch (von) · ↗Prise · ↗Quäntchen · ↗Spur · ↗Winzigkeit  ●  (ein) Nichts von  fig. · ↗Touch  engl. · Tick (von)  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abend Bund-Futur Macke Manie Marotte Minus Nachmittag Neurose Obsession Plus Punkt Schatz-Futur Schrulle Spitze Spleen Track Trick Vorliebe Vortagesschluss Zähler drauflegen entscheidend ermäßigen merkwürdig nachgeben nervös notieren notiert verfallen winzig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Tick‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer viel zu Hause ist, hat viel Zeit, solche Ticks zu entwickeln.
Der Tagesspiegel, 06.04.2000
Erst ist es bloß ein Tick, dann wird der Tick zum Stil.
Die Zeit, 03.04.1970, Nr. 14
Er hat mir neulich erzählt, daß er durch Sie einen Tick bekommen hat.
Fritsch, Gerhard: Fasching, Hamburg: Rowohlt 1967, S. 96
Epiphanius fällt als einer der ersten Priester durch einen marianischen Tick auf.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 2, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 479
Wahrscheinlich war Mädi für einen echten Tick noch zu klein.
Nöstlinger, Christine: Gretchen Sackmeier, Hamburg: Oetinger 1988 [1981], S. 6
Zitationshilfe
„Tick“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tick>, abgerufen am 14.12.2019.

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