Titan, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Titanen · Nominativ Plural: Titanen
Nebenform seltenTitane · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Titanen · Nominativ Plural: Titanen
WorttrennungTi-tan
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Titan‹ als Erstglied: ↗Titanenkraft · ↗titanenhaft  ·  mit ›Titan‹ als Grundform: ↗titanisch
eWDG, 1976

Bedeutung

Angehöriger eines riesenhaften Göttergeschlechts in der griechischen Mythologie
Beispiel:
die Titanen wurden von Zeus besiegt und in den Tartarus gestürzt
gehoben, übertragen Mensch von überragender Geisteskraft
Beispiel:
Er hat gearbeitet mit einer Intensität, mit einer Ausdauer und einer Inspiration, die selbst bei ihm, diesem Titanen der Arbeit, unbegreiflich bleibt [St. ZweigBalzac302]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Titan1 · titanisch · Titan2
Titan1 m. ‘Riesengestalt, Geistesgröße, bedeutender Mensch (in seinem Fachgebiet)’ (19. Jh.), eigentlich (in der griechischen Mythologie) Angehöriger eines gegen Zeus kämpfenden riesenhaften Göttergeschlechts (Titanen Plur., 16. Jh.), nach lat. Titānus, griech. Títanos (Τίτανος). titanisch Adj. ‘vom Geschlecht der Titanen’ (16. Jh.), ‘riesenhaft, gewaltig’ (18. Jh.). Titan2 n. hartes, glänzendes Metall. Der deutsche Chemiker Klaproth nennt (1795) dieses Element Titan, ohne besonderen Grund einen Ausdruck aus der griechischen Mythologie (s. oben) aufgreifend, doch damit dem Muster der von ihm zuvor gewählten Bezeichnung ↗Uran (s. d.) folgend.

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Titan  ●  Ti  Elementsymbol
Oberbegriffe
Synonymgruppe
(ein) Gott  fig. · ↗Gigant  fig. · ↗Riese  fig. · Titan  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aluminium Beryllium Carbon Chrom Edelstahl Eisen Gehäuse Graphit Kalzium Karbon Kohlefaser Kunstherz Kunststoff Kupfer Legierung Magnesium Mangan Nickel Olympier Prothese Silizium Stahl Strontium Titan Vanadium Zahnwurzel Zink Zirkonium beschichten unverwüstlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Titan‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine knappe Hand voll wiegt verdammt schwer - es ist kostbares Titan.
Die Zeit, 27.01.2000, Nr. 5
Doch nichts bringt den Flug des Titanen von seiner schnurgeraden Bahn ab.
Süddeutsche Zeitung, 30.04.1998
Luther, ein Titan religiöser Erfahrung, erschütterte durch die Macht des Worts die Christenheit.
Weizsäcker, Carl Friedrich von: Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 253
Aus diesem Grunde hat er sich ebenso zwischen den Titanen seiner Zeit wie zwischen den Bürgern und Bauern seines Volkes als sich selbst behauptet.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 452
Die Schatten der Tanzenden auf der Waldwand, als sprängen dort Titanen.
Widmer, Urs: Im Kongo, Zürich: Diogenes 1996, S. 151
Zitationshilfe
„Titan“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Titan#1>, abgerufen am 21.04.2019.

Weitere Informationen …

Titan, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Titans · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungTi-tan (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Titan‹ als Letztglied: ↗Ferrotitan
eWDG, 1976

Bedeutung

Chemie metallisches Element mit niedrigem spezifischem Gewicht, das korrosionsbeständig und stahlhart ist
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Titan1 · titanisch · Titan2
Titan1 m. ‘Riesengestalt, Geistesgröße, bedeutender Mensch (in seinem Fachgebiet)’ (19. Jh.), eigentlich (in der griechischen Mythologie) Angehöriger eines gegen Zeus kämpfenden riesenhaften Göttergeschlechts (Titanen Plur., 16. Jh.), nach lat. Titānus, griech. Títanos (Τίτανος). titanisch Adj. ‘vom Geschlecht der Titanen’ (16. Jh.), ‘riesenhaft, gewaltig’ (18. Jh.). Titan2 n. hartes, glänzendes Metall. Der deutsche Chemiker Klaproth nennt (1795) dieses Element Titan, ohne besonderen Grund einen Ausdruck aus der griechischen Mythologie (s. oben) aufgreifend, doch damit dem Muster der von ihm zuvor gewählten Bezeichnung ↗Uran (s. d.) folgend.

Thesaurus

Chemie
Synonymgruppe
Titan  ●  Ti  Elementsymbol
Oberbegriffe
Synonymgruppe
(ein) Gott  fig. · ↗Gigant  fig. · ↗Riese  fig. · Titan  fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aluminium Beryllium Carbon Chrom Edelstahl Eisen Gehäuse Graphit Kalzium Karbon Kohlefaser Kunstherz Kunststoff Kupfer Legierung Magnesium Mangan Nickel Olympier Prothese Silizium Stahl Strontium Titan Vanadium Zahnwurzel Zink Zirkonium beschichten unverwüstlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Titan‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine knappe Hand voll wiegt verdammt schwer - es ist kostbares Titan.
Die Zeit, 27.01.2000, Nr. 5
Doch nichts bringt den Flug des Titanen von seiner schnurgeraden Bahn ab.
Süddeutsche Zeitung, 30.04.1998
Luther, ein Titan religiöser Erfahrung, erschütterte durch die Macht des Worts die Christenheit.
Weizsäcker, Carl Friedrich von: Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 253
Aus diesem Grunde hat er sich ebenso zwischen den Titanen seiner Zeit wie zwischen den Bürgern und Bauern seines Volkes als sich selbst behauptet.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 452
Die Schatten der Tanzenden auf der Waldwand, als sprängen dort Titanen.
Widmer, Urs: Im Kongo, Zürich: Diogenes 1996, S. 151
Zitationshilfe
„Titan“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Titan#2>, abgerufen am 21.04.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Tissuepapier
Tischzucht
Tischzeug
Tischzeit
Tischzarge
Titane
titanenhaft
Titanenkraft
titanisch
Titanit