Titan, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Titanen · Nominativ Plural: Titanen
Nebenform selten Titane
Aussprache 
Worttrennung Ti-tan ● Ti-ta-ne
Wortbildung  mit ›Titan‹ als Erstglied: Titanenkraft · titanenhaft  ·  mit ›Titan‹ als Grundform: titanisch
Herkunft zu Títanosgriech (Τίτανος), Angehöriger eines gegen Zeus kämpfenden riesenhaften Göttergeschlechts
eWDG

Bedeutung

Angehöriger eines riesenhaften Göttergeschlechts in der griechischen Mythologie
Beispiel:
die Titanen wurden von Zeus besiegt und in den Tartarus gestürzt
gehoben, übertragen Mensch von überragender Geisteskraft
Beispiel:
Er hat gearbeitet mit einer Intensität, mit einer Ausdauer und einer Inspiration, die selbst bei ihm, diesem Titanen der Arbeit, unbegreiflich bleibt [ St. ZweigBalzac302]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Titan1 · titanisch · Titan2
Titan1 m. ‘Riesengestalt, Geistesgröße, bedeutender Mensch (in seinem Fachgebiet)’ (19. Jh.), eigentlich (in der griechischen Mythologie) Angehöriger eines gegen Zeus kämpfenden riesenhaften Göttergeschlechts (Titanen Plur., 16. Jh.), nach lat. Titānus, griech. Títanos (Τίτανος). titanisch Adj. ‘vom Geschlecht der Titanen’ (16. Jh.), ‘riesenhaft, gewaltig’ (18. Jh.). Titan2 n. hartes, glänzendes Metall. Der deutsche Chemiker Klaproth nennt (1795) dieses Element Titan, ohne besonderen Grund einen Ausdruck aus der griechischen Mythologie (s. oben) aufgreifend, doch damit dem Muster der von ihm zuvor gewählten Bezeichnung Uran (s. d.) folgend.

Typische Verbindungen zu ›Titan‹, ›Titane‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Titan‹.

Verwendungsbeispiele für ›Titan‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und nun begegnen sich die Titanen zum ersten Mal leibhaftig.
Der Tagesspiegel, 15.01.2003
Doch nichts bringt den Flug des Titanen von seiner schnurgeraden Bahn ab.
Süddeutsche Zeitung, 30.04.1998
Luther, ein Titan religiöser Erfahrung, erschütterte durch die Macht des Worts die Christenheit.
Weizsäcker, Carl Friedrich von: Bewußtseinswandel, München: Hanser 1988, S. 253
Aus diesem Grunde hat er sich ebenso zwischen den Titanen seiner Zeit wie zwischen den Bürgern und Bauern seines Volkes als sich selbst behauptet.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 452
Die Schatten der Tanzenden auf der Waldwand, als sprängen dort Titanen.
Widmer, Urs: Im Kongo, Zürich: Diogenes 1996, S. 151
Zitationshilfe
„Titan“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Titan#1>, abgerufen am 26.01.2022.

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Titan, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Titans · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Ti-tan
Wortbildung  mit ›Titan‹ als Letztglied: Ferrotitan
Herkunft Titan¹
eWDG

Bedeutung

Chemie metallisches Element mit niedrigem spezifischem Gewicht, das korrosionsbeständig und stahlhart ist
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Titan1 · titanisch · Titan2
Titan1 m. ‘Riesengestalt, Geistesgröße, bedeutender Mensch (in seinem Fachgebiet)’ (19. Jh.), eigentlich (in der griechischen Mythologie) Angehöriger eines gegen Zeus kämpfenden riesenhaften Göttergeschlechts (Titanen Plur., 16. Jh.), nach lat. Titānus, griech. Títanos (Τίτανος). titanisch Adj. ‘vom Geschlecht der Titanen’ (16. Jh.), ‘riesenhaft, gewaltig’ (18. Jh.). Titan2 n. hartes, glänzendes Metall. Der deutsche Chemiker Klaproth nennt (1795) dieses Element Titan, ohne besonderen Grund einen Ausdruck aus der griechischen Mythologie (s. oben) aufgreifend, doch damit dem Muster der von ihm zuvor gewählten Bezeichnung Uran (s. d.) folgend.

Typische Verbindungen zu ›Titan‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Titan‹.

Verwendungsbeispiele für ›Titan‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine knappe Hand voll wiegt verdammt schwer - es ist kostbares Titan.
Die Zeit, 27.01.2000, Nr. 5
Doch Titan ist auch noch etwas anderes - völlig antimagnetisch nämlich.
Süddeutsche Zeitung, 09.12.1994
Sie sind hermetisch dicht umschlossen von einem biologisch neutralen Material, zumeist Titan.
Der Spiegel, 19.10.1981
Sie kann Werkstücke aus Stahl, Titan und Aluminium bearbeiten, leistet einen Druck von 65000 t und wiegt selbst 17000 t.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1977]
Die Pumpe aus Titan läßt sich mit einem Gummiball mit zwei Löchern vergleichen, der das Blut ansaugt und wieder ausstößt, zwei Klappen lenken den Blutstrom.
o. A. [hg]: Kunstherz. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1996]
Zitationshilfe
„Titan“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Titan#2>, abgerufen am 26.01.2022.

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