Todesangst, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung To-des-angst
eWDG

Bedeutung

Angst vor dem Tod
Beispiel:
die im Stollen des Bergwerks Eingeschlossenen ergriff Todesangst
sehr große Angst
Beispiel:
daß meine Mutter Todesängste ausstand, ich würde mich mit dem Pferd überschlagen [ RennKindheit127]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tod · tödlich · Todfeind · todkrank · Todsünde · Todesangst · Todesstrafe · todmüde
Tod m. ‘das Sterben, das Aufhören aller Lebensvorgänge’, ahd. tōd (8. Jh.), mhd. tōt (Genitiv tōdes) ‘Tod, das Sterben, Toter, Leichnam’, asächs. dōð, mnd. dōt, mnl. doot, nl. dood, aengl. dēaþ, engl. death, anord. dauðr, schwed. död, got. dauþus, germ. *dauþu-, mit dem Suffix ie. -tu- gebildetes Abstraktum zu den unter tot (s. d.) angeführten Verben für ‘sterben’. tödlich Adj. ‘den Tod herbeiführend’, ahd. tōdlīh (8. Jh.), mhd. tōtlich, tœtlich, mnd. dȫtlīk, mnl. dootlijc, dootlike, nl. dodelijk, aengl. dēadlic, engl. deadly. Todfeind m. ‘unversöhnlicher Gegner’, mhd. tōtvī(e)nt. todkrank Adj. ‘sterbenskrank, so krank, daß Todesgefahr besteht’ (Mitte 16. Jh.). Todsünde f. nach der katholischen Moral ‘Sünde, die den Verlust des Gnadenstandes nach sich zieht’, allgemein ‘schwere Sünde, schweres Vergehen’, mhd. tōtsünde. Todesangst f. ‘Angst vor dem Tod, sehr große Angst’ (1. Hälfte 17. Jh.). Todesstrafe f. (16. Jh.). todmüde Adj. ‘sehr, äußerst müde’ (Anfang 18. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Todesangst‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Todesangst‹.

Verwendungsbeispiele für ›Todesangst‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein Mädchen schreit vor Todesangst in den Armen seines Vaters.
Bild, 17.12.2004
Sie leben alle unter dem enormen Druck, einer Todesangst in diesem vergessenen Land.
Die Welt, 08.11.2000
Denn diese ganze politische Scheiße - gerade in unserem Jahrhundert wird das besonders manifest - entsteht doch aus der Todesangst der Politiker.
Müller, Heiner: Ich wünsche mir Brecht in der Peep-Show. In: “Zur Lage der Nation“, Berlin: Rotbuch-Verl. 1990 [1988], S. 67
Er ist wegen meiner zottigen Ungeheuer in Todesangst, und kaum daß er sich beim Öffnen davor retten kann, von ihnen niedergerissen zu werden.
Voß, Richard: Zwei Menschen, Stuttgart: Engelhorn 1911 [1949], S. 66
Ich lebte von einem Tag zum anderen in einer Todesangst.
Hausmann, Manfred: Abel mit der Mundharmonika. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Fischer 1983 [1932], S. 143
Zitationshilfe
„Todesangst“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Todesangst>, abgerufen am 18.01.2022.

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