Tonikum, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Tonikums · Nominativ Plural: Tonika
Aussprache  [ˈtoːnikʊm]
Worttrennung To-ni-kum
Herkunft Griechisch
eWDG, 1976

Bedeutung

Medizin stärkendes Arzneimittel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tonika · Tonikum · Tonic
Tonika f. ‘Grundton’ einer Tonleiter, der darauf aufbauende ‘Dreiklang’. Frz. tonique Adj. ‘stärkend, kräftigend’ beruht als gelehrte Bildung der Medizin auf griech. tonikós (τονικός) ‘zur Spannung fähig, Spannkraft gebend, gespannt’, zu griech. tónos (τόνος) ‘das Spannende (Seil, Strick), Spannungskraft, Ton, Versmaß’. Rameau (1762) übernimmt das frz. Adjektiv in die Fügung lʼaccord tonique, einen Ausdruck der Fachsprache der Musik zur Bezeichnung des über dem Grundton errichteten Dreiklangakkords als zentralen Spannungsbegriff der Harmonielehre. Auf frz. tonique Adj. beruhen die Substantivierungen frz. tonique f., ital. tonica, nhd. Tonica (18. Jh.) im oben genannten Sinne. Tonikum n. kräftigendes Arzneimittel, gelehrte latinisierte Substantivierung (20. Jh.) der neutralen Form von griech. tonikós (s. oben). Entsprechend Tonic n. anregendes Wasser, Entlehnung (20. Jh.) von engl. tonic (water).

Thesaurus

Synonymgruppe
Kräftigungsmittel · ↗Roborans · ↗Stärkungsmittel · Tonikum
Zitationshilfe
„Tonikum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Tonikum>, abgerufen am 13.08.2020.

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