Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Topos, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Topos · Nominativ Plural: Topoi
Aussprache  [ˈtɔpɔs] · [ˈtoːpɔs]
Worttrennung To-pos
Wortbildung  mit ›Topos‹ als Erstglied: topisch
Herkunft aus tóposgriech (τόπος) ‘Ort, Stelle, Thema, Gemeinplatz’
eWDG

Bedeutung

Sprachwissenschaft feststehende, allgemein anerkannte Redensart
Beispiel:
›Irren ist menschlich‹ ist ein Topos
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Topos m. ‘feste Wendung, vorgeprägter bildlicher Ausdruck’, Topoi Plur., gelehrte Übernahme (20. Jh.) von griech. tópos (τόπος) ‘Ort, Stelle, Thema, Gemeinplatz’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Stereotyp · Topos · feste Fügung · fester Begriff · gängige Vorstellung · stehender Begriff
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Topos‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Topos‹.

Verwendungsbeispiele für ›Topos‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor allem in Frankreich ist er als rechter Topos eingeführt. [Die Zeit, 28.03.2013, Nr. 13]
Für sie hatte der abgegriffene Topos vom Zahn der Zeit noch Klang. [Die Zeit, 02.09.1988, Nr. 36]
Der uralte literarische Topos der Erhöhung erfährt hier seine zeitgemäße Verwirklichung. [Süddeutsche Zeitung, 29.03.2004]
Der Topos "Kooperation versus Abgrenzung" taucht zumindest sinngemäß hier wie da auf. [Süddeutsche Zeitung, 21.06.1999]
Zum anderen fehlt oft die spezifische Kenntnis amerikanischer Topoi für ein Verständnis. [Süddeutsche Zeitung, 17.02.1995]
Zitationshilfe
„Topos“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Topos>.

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