Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Topp, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Topps · Nominativ Plural: Toppe/Toppen/Topps
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Topp‹ als Erstglied: Toppsegel · Toppzeichen · topplastig

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [Seemannssprache] Spitze, oberstes Ende eines Mastes
  2. 2. [salopp] oberster, billigster Rang im Theater
eWDG

Bedeutungen

1.
Seemannssprache Spitze, oberstes Ende eines Mastes
Beispiele:
eine Flagge im Topp führen
über die Toppen flaggen (= alle Flaggen setzen)
vor Topp und Takel (= ohne Segel) treiben
2.
salopp oberster, billigster Rang im Theater
Beispiel:
sie saßen oben auf dem Topp
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

topp Interjektion ‘einverstanden, abgemacht’, Ausruf der Bekräftigung bei einer mit Handschlag besiegelten Abmachung, in der Literatursprache (seit Ende 17. Jh.) nach nd. topp in aus der Rechtssprache stammenden Wendungen wie topp machen ‘eine Vereinbarung treffen’, topp halten ‘an einem Vertrag festhalten’; vgl. auch mnd. toppschilling ‘Handgeld’ als (vielfach von Handschlag begleitetes) Symbol der Rechtsgültigkeit eines abgeschlossenen Vertrages. Vielleicht zu mnd. toppen ‘schlagen, klopfen’ (?), verwandt mit tupfen (s. d.).

Topp m. ‘Mastbaumspitze’, scherzhaft auch ‘oberster Rang, Galerie (im Theater)’, aus dem Nd. in die Literatursprache aufgenommen (um 1700); vgl. mnd. top ‘Zopf, äußerste Spitze, höchstes Ende, Baumwipfel’, nd. Topp. Zur Herkunft s. die hd. Entsprechung Zopf.

Typische Verbindungen zu ›Topp‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Topp‹.

Verwendungsbeispiele für ›Topp‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit zusammengebissenen Zähnen heißte er das diffuse Signal über die Toppen. [Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit, München: Piper 1983, S. 129]
So, „über die Toppen geflaggt“, mit Gästen an Bord, fährt es die Elbe hinunter. [Die Zeit, 09.02.1959, Nr. 06]
Toppen kann man das gar nicht mehr, jetzt gilt es, die Erfolge zu bestätigen. [Die Welt, 23.02.2002]
Du hast im Asyl eine Ecke, ein eisernes Bett, eine Decke und einen alten blechernen Topp! [Tucholsky, Kurt: Asyl für Obdachlose! In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1928], S. 21039]
Topp gibt aber zu bedenken, daß die Firma auch Geld verdienen müssen. [Süddeutsche Zeitung, 25.09.1996]
Zitationshilfe
„Topp“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Topp>.

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