Torheit, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Torheit · Nominativ Plural: Torheiten
Aussprache 
Worttrennung Tor-heit (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Torheit‹ als Letztglied: Grundtorheit · Jugendtorheit · Modetorheit
eWDG

Bedeutung

Unvernunft, Dummheit
a)
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
eine unbegreifliche, unglaubliche Torheit
die Torheit der Jugend
aus lauter Torheit verübte er diesen Streich
zu spät sah er seine Torheit ein
sprichwörtlichAlter schützt vor Torheit nicht
b)
unvernünftige, dumme Handlung
Beispiele:
solch eine Torheit!
lächerliche, kindische Torheiten
Torheiten begehen
jmdn. vor einer Torheit bewahren
Sie unterhielten sich über vergangene, gemeinsam verübte Torheiten [ G. Hauptm.4,487]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Tor1 · Torheit · töricht · betören · Betörung
Tor1 m. ‘einfältiger Mensch’, mhd. tōr(e) ‘Irrsinniger’, mnd. dōr(e), mnl. door ‘Narr’, ein substantiviertes Adjektiv, dessen r auf grammatischem Wechsel gegenüber s in den unter verwandtem dösig und Dusel (s. d.) angeführten Wortformen beruht. Die Ausgangsbedeutung wäre danach etwa ‘umnebelt, verwirrt’, woraus ‘unbesonnen, unvernünftig’. Torheit f. ‘Unvernunft, Dummheit, törichte Handlung’, mhd. tōrheit ‘Narrheit, Verrücktheit’. töricht Adj. ‘einfältig, unklug, unvernünftig, dumm’, mhd. tōreht, tœreht, tōroht, tœroht ‘närrisch, unbesonnen, dumm, verrückt’. betören Vb. ‘zu törichtem Handeln verleiten, in sich verliebt machen, bezaubern’, mhd. betœren ‘zum Toren machen, betrügen, betäuben’; Betörung f. (2. Hälfte 16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Dummheit · Einfalt · Einfältigkeit · Unvernunft · Unverstand  ●  Niaiserie  geh., franz. · Torheit  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
Antonyme
Psychologie
Synonymgruppe
(ein) Irrsinn · (ein) Wahnsinn · (ein) Wahnwitz · (eine) Narrheit · (eine) Tollheit · (eine) Torheit · (eine) Verdrehtheit · (eine) Verrücktheit  ●  (eine) Narretei  geh., veraltet · Fadaise  geh., franz. · Insania  geh.
Assoziationen
Psychologie
Synonymgruppe
(jemandes) tolles Treiben · Albernheit(en) · Blödelei(en) · Herumgealber · Herumgeblödel · Jux und Dollerei · Kindereien · Tollerei(en) · Torheit(en) · tolles Treiben  ●  Infantilität  geh. · Rumgealber(e)  ugs. · Rumgeblödel  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Torheit‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Torheit‹.

Verwendungsbeispiele für ›Torheit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich habe nicht die Absicht, deine Torheit noch zu unterstützen. [Morris, Gerda: Brigitte wehrt sich, Düsseldorf: Iltis 1952, S. 42]
Warum also sollten sie nicht auch an männlichen »Torheiten« gleichberechtigt teilnehmen dürfen? [Rosenzweig, Gerhard: Unsere Modelleisenbahn, Gütersloh: Bertelsmann Verlag 1966, S. 163]
Und die Ärzte selbst sind zu allerlei modischen Torheiten bereit. [Die Zeit, 12.03.1998, Nr. 12]
Torheit definierte sie als „politisches Handeln wider das eigene Interesse“. [Die Zeit, 15.04.2004, Nr. 17]
Die spätere Beschränkung auf bloße Texte gehört zu den pädagogischen Torheiten. [Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 7588]
Zitationshilfe
„Torheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Torheit>.

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